Erstellt am 01.04.2009 09:48 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Alpenbad Pfronten, Augsburger Bischöfe, Bauernkriege, Breitenberg, Burgruine, Eissporthalle, Falkenstein, Ferien- und Wintersportort, Gleitschirmflieger, Hausberg, König Ludwig II., Königreiches Bayern, Loipen, Luftkurort, Mittelalter, Monarch, Ostallgäu, Pfronten, Schwangau, Talschaft
| Die Daten von Pfronten: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
853m ü. NN |
| Fläche: |
62,22km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Ostallgäu |
| Postleitzahl: |
87459 |
| Vorwahl: |
08363 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OAL |
| Internetseite: |
www.pfronten.de |
Die alte Talschaft Pfronten bestand ursprünglich aus 13 voneinander unabhänigen, weit auseinanderliegenden Dörfern. Heute ist Pfronten Luftkurort und größter Ferien- und Wintersportort im Ostallgäu (’Alpenbad Pfronten’, Eissporthalle, Lifte, Loipen usw.). Der Hausberg Pfrontens, der Breitenberg ist übrigens ein Eldorado der Gleitschirmflieger. Pfronten liegt im Schatten der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands, der Falkenstein (1 268m). Die Aussicht von hier oben ist übrigens traumhaft, bei schönem Wetter, versteht sich. Man hätte möglicherweise Schwangau den Rang ablaufen können, denn König Ludwig II. hatte vor, die Falkenstein noch imposanter auszubauen als Neuschwanstein. Beinahe hätte es ein weiteres Märchenschloß gegeben, aber die Regierung des Königreiches Bayern drehte ihrem bauwütigen Monarchen jedoch schnöde den Geldhahn zu, bevor der wieder loslegen konnte. Diese Maßnahme bedauert mancher Pfrontener sicher heute noch. Den Augsburger Bischöfen gehörte seit 1047 die Falkenstein mit dem Tal. Die ansässigen Bauern konnten ihre Stellung als ‘Freie Gotteshausleute’ während des gesamten Mittelalters halten, die ihnen von den dankbaren Bischöfen verliehen worden war. Obwohl sie an den Bauernkriegen nur kurz und unter Zwang teilnahmen, verloren sie ihre Sonderstellung 1459 im “Prontener Göttlichen Recht“. Das markanteste Gebäude des Tals ist die barocke Pfarrkirche St. Niikolaus in Berg. In Kappel steht die gotische Martinskirche. An Industrie wäre ein weltbekannter Maschinenbauer hervorzuheben.
Erstellt am 24.03.2009 21:48 Uhr in Bilder, Bücher mit keinem Kommentar
Schlagworte Fotos, Gasthof, Oberer Wirt, Oneida Joe, Pfronten, Zum Hirsch
Gasthof “Zum Hirsch” / heute “Oberer Wirt”, Pfronten
Erstellt am 12.03.2009 09:15 Uhr in Bücher mit keinem Kommentar
Schlagworte Allgäu, Biessenhofen, Frankenried, Gasthof Schwanen, Indianer, Kaufbeuren, Marktoberdorf, Oneida Joe, Peter M. Roese, Pfronten, Story
Die Story von dem Indianer im Allgäu (historisches Manuskript, 1. Viertel 19.Jahrhundert) III. Teil
Nach den recht erfolgreichen Thrillern “Nigeria Connection” und “AFN Tehran” (www.rhombos.de Nigeria Connection / AFN Tehran), die ebenfalls einiges über das Allgäu enthalten, versucht sich Peter M. Roese nun mit einem historischen Roman. Selbstverständlich ist er gespannt auf die Resonanz der Leser, die sich den unten stehenden Beitrag (und die Fortsetzungen) ansehen.
Nach dem längeren Aufenthalt in Pfronten reiten Oneida Joe und Max über Marktoberdorf und Biessenhofen nach Frankenried bei Kaufbeuren, wo sie im Gasthof “Schwanen” absteigen. Von dort aus begeben sie sich zweimal nach Kaufbeuren, um Nachorschungen über die Schriftstellerin Sophie von La Roche anzustellen.
Der Schwanenwirt Johann Schmid hat die ankommenden Reiter bemerkt, tritt eilig vor die Türe, verbeugt sich höflich grüßend und ruft einen Knecht herbei, der die Pferde in die Stallungen führen soll. Erstaunt mustern die Gäst den Knecht. So etwas von einem bärtigen Gesicht haben sie selten gesehen. Gerade mal die Augen und die Nase lassen sich in dem graubraunen Gestrüpp erkennen. Der Eifer des Wirtes ist verständlich, denn in diesen mageren Zeiten darf man sich kein Geschäft entgehen lassen. Anschließend bittet er die Fremden in die Gaststube. Es ist ein niedriger Raum mit zwei Fenstern und einer Kassettenholzdecke. Max überreicht das Schreiben des Lehrers aus dem Pfrontener Tal. Da hellt sich das bärtige Gesicht des Wirtes auf.
“Selbstverständlich bekommts Ihr und Euer Begleiter a Kammer bei mir”, versichert er Max. Verschmitzt lächelnd fügt er hinzu: “Ihr ghörts ja praktisch zur Familie.” Dann wirft er einen scheuen Blick auf Joe und fragt: “Isch des tatsächlich a Indianr, wie der Lehrer schreibt?”
“Jawohl!” bestätigt Max lächelnd.
Während die Wirtin wohlschmeckenden, dampfenden Holundertee herbeibringt, der die Lebensgeister der verfrorenen Gäste wieder weckt, geht es um das Woher und Wohin. Es gesellen sich ein Bauer aus dem Ort, der Nachbar Xaver Wölfle der für den Schwanenwirt schlachtet, ein Schmied aus Mauerstetten und ein Tuchhändler hinzu, der aufatmend seine schwere Kraxe abstellt. Erstaunlich, daß dieses schlanke, schmächtige Männchen im braunen Gehrock, mit den durchdringenden schwarzen Augen und dem Dreispitz auf dem kahlen Schädel unter der schweren Last nicht zusammenbricht!
… … …
Während des Essens erkundigt sich Max nach Sophie von La Roche. Es folgt ein angeregter Wortwechsel. Der Name ruft jedoch nur verständnisloses Kopfschütteln hervor, denn niemand scheint ihn zu kennen. Doch da räuspert sich der jüdische Tuchhändler. Er hat gerade der Wirtin eine bunte Schürze zur Ansicht vorgelegt.
“Ein bescheidener Vorschlag, Ihr jungen Herren, wenn Ihr so gitig sein mächt, mir zuzuhören”, läßt sich der Anhänger Moses vernehmen. “Wendet Euch wegen der Sophie doch einmal an Jakob Franz Xaver Gaibler, is sich Maler in Kaufbeuren. Er sein vielseitig interessierter Mann, vielleicht weiß er etwas? Er wohnt in Pfarrgasse 15, mitten in Stadt.”
Max bedankt sich …

Gasthof Schwanen
Mit etwas Phantasie könnte sich diese Szene um etwa 1827 im “Schwanen” in Frankenried tatsächlich so abgespielt haben. Der Gasthof steht heute noch und nennt sich nun Landgasthof “Zum Goldenen Schwanen” (www.goldener-schwanen.de). Die Familie Baudisch betreibt ihn. Es gibt einen Biergarten und die Küche genießt einen guten Ruf!
(Fortsetzung folgt …)
Erstellt am 06.02.2009 14:34 Uhr in Bücher mit 1 Kommentar
Schlagworte Allgäu, Frankenried, Goldener Schwanen, Indianer, Kaufbeuren, Oberer Wirt, Peter M. Roese, Pfronten, Roman
Die Story von dem Indianer im Allgäu (historisches Manuskript, I. Viertel 19. Jahrhundert), I. Teil
Nach den recht erfolgreichen Thrillern “Nigeria Connection” und “AFN Tehran” (www.rhombos.de Nigeria Connection / AFN Tehran), die ebenfalls einiges über das Allgäu enthalten, versucht sich Peter M. Roese nun mit einem historischen Roman. Selbstverständlich ist er gespannt auf die Resonanz der Leser, die sich den unten stehenden Beitrag (und die Fortsetzungen) ansehen.
Hier in kurzen Zügen der Inhalt: Man schreibt das Jahr 1822, als am Fox River (heute in Wisconsin, USA) ein denkwürdiges Abkommen geschlossen wird. Die beiden 12jährigen Jungens, Max (europäischer Abstammunng) und Oneida Joe oder einfach Joe, vom Volk des “Stehenden Steines”, vereinbaren, daß man gemeinsam die Heimat des jeweiligen verstorbenen Großvaters besucht. Im Fall von Joe ist das nicht unbedingt problematisch, denn dessen Großvater stammte aus dem State of New York. Aus einer völlig anderen Ecke kam der Opa von Max, nämlich aus dem lieblichen Tal von Pfronten im Allgäu. Unbekümmert machen sich die beiden Jungens auf den Weg. Über die Großen Seen erreichen sie die alte Heimat der Oneida-Indianer, mit dem “Stehenden Stein”. Anschließend begeben sie sich an Bord eines Seglers, der sie nach Spanien bringen soll. Bei den Kanarischen Inseln erleiden sie Schiffbruch, können sich retten, werden aber durch die Guanchen, die Ureinwohner, an marokkanische Korsaren verkauft. Diese wiederum verkaufen sie an einen reichen Kaufmann in Marrakesch. Nach einem erlebnisreichen Aufenthalt, wo sie dem Zauber des Orients und Afrikas verfallen, gelingt ihnen die Flucht. Auf uralten Karawanenwegen ziehen sie durch die menschenfeindliche Sahara, befreien unterwegs die junge Amerikanerin Peggy und die schöne Jüdin Judith aus den Händen von Sklavenhändlern. Judith und Max verlieben sich ineinander. Nach dem tragischen Tod von Judith in Timbuktu ziehen die beiden Jungens und Peggy unter ungeheuren Strapazen über den Tschadsee nach Ägypten. Peggy fährt nach Amerika, die Jungens segeln nach Italien. Dort angekommen geht es nach Venedig, wo sie von schönen Frauen verwöhnt werden, und weiter über Alpen nach Pfronten. Sie haben ihr Ziel erreicht! Dann aber wird Joe übermütiig. Als erhört, daß die Verwandten der Mutter von Max aus Schlesien stammen, will er unbeingt dorthin. Auf dem Weg werden sie von der Räuberin Zenobia gefangengenommen. Prompt verlieben sich die fesche Zenobia und Joe ineinander. Die Räuberin wird von preußischen Soldaten ermordet. Damit kommen Max und Joe unverhofft mit den berüchtigten Assassinen in Kontakt, denn Zenobias Mutter war persischer Abstammunng. Über Polen und die Türkei erreichen sie den Iran … Das ist übrigens ein Leckerbissen für Freunde orientalischer Geschichten … So, jetzt reicht es aber erst einmal! Kehren wir wieder zurück ins Allgäu …
Der Autor versucht seinen Lesern die Atmosphäre im 1. Viertel des 19. Jahrhunderts zu vermitteln, indem er heute noch existierende historische Stätten in seine Handlung einbaut. Dazu gehören z.B im Allgäu die historischen Gasthöfe “Oberer Wirt” in Pfronten und “Goldener Schwanen” (heute Hotel) in Frankenried bei Kaufbeuren.
(Fortsetzung folgt …)