Erstellt am 29.11.2009 00:50 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Allgäu, Ellhofen, Emmentalerkäserei, Kornhaus, Luftkurort, Rathaus, Schaubrauerei, Siebersquelle, Simmerberg, Weiler-Simmerberg, Zum Löwen
| Die Daten von Weiler-Simmerberg: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
632m ü. NN |
| Fläche: |
31,3km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Lindau (Bodensee) |
| Postleitzahl: |
88171 |
| Vorwahl: |
08387 (Simmerb.) 08384 (Ellh.) |
| Kfz-Kennzeichen: |
LI |
| Internetseite: |
www.weiler-simmerberg.de |
Bekannt für seine klare Höhenluft ist Weiler mit den Ortsteilen Simmerberg und Ellhofen (632 – 800 Meter). Weiler wurde bereits 894 urkundlich erwähnt. Der Luftkurort erstreckt sich zu beiden Seiten des ansprechenden Markt- und Kirchplatzes. Das aus dem Jahr 1681 stammende habsburgische Amtshaus, das jetzt das Rathaus beherbergt, gehört zu den ansprechendsten seiner Art im Allgäu. Die klassizistische Pfarrkirche St. Blasius (1795-1608) in Weiler ist sehenswert. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Kornhaus mit bäuerlichen und handwerklichen Geräten, sowie volkskundliche Ausstellungen. Dann gibt es noch das Westallgäuer Heimatmuseum, das im ehemaligen Gasthof ‘Zum Löwen‘ untergebracht ist, und den ehemaligen Ausschank, Bauernstuben und eine Kapelle enthält. Gezeigt werden auch Trachten, religiöse Volkskunst, gotische Plastiken usw. Seit 1577 war der Ortsteil Ellhofen übrigens Enklave des Deutschen Ritterordens. Interessant sind auch Besuche der seit dem Mittelalter bekannten Siebersquelle (sie wird heute wieder genutzt), der Emmentalerkäserei und der Schaubrauerei.
Erstellt am 05.09.2009 20:29 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Alpspitze, Bauernkriege, Edelsberg, Luftkurort, Maria Plain, Maria Trost, Nesselburg, Nesselwang, Salzniederlage, St. Andreas, Viehscheid, Wallfahrtsort, Wanker, Wintersportplatz
| Die Daten von Nesselwang: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
867m ü. NN |
| Fläche: |
29,53km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Ostallgäu |
| Postleitzahl: |
87484 |
| Vorwahl: |
08361 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OAL |
| Internetseite: |
www.nesselwang.de |
Der 850 m hoch gelegene Luftkurort und Wintersportplatz Nesselwang ist ein sehr beliebtes Ferienziel. Glücklicherweise ist durch den Bau der Autobahn A 7 die Verkehrsbelastung erheblich zurückgegangen. Der Ort gehörte seit 1344 zum Hochstift Augsburg, und besitzt seit 1429 Marktrecht. Später gab es noch eine Salzniederlage. 1635 brannte Nesselwang ab. Die nahe gelegene Nesselburg, deren Herren 1302 erstmalig erwähnt wurden, wurde während der Bauernkriege zerstört und nicht mehr wieder aufgebaut. Die Pfarrkirche St. Andreas, ein imposanter neubarocker Bau (1904-1906) ist sehenswert. Der Kirchturm stammt übrigens vom Vorgängerbau aus dem Jahr 1748. Nördlich von Nesselwang liegt die barocke Kirche Maria Trost, auf dem 1123 m hohen Wanker, ein berühmter Wallfahrtsort. Sie wurde ursprünglich um 1660 als Kapelle konzipiert und ist Chor der heutigen Kirche. Letztere wurde bis 1725 in ihrem jetzigen Umfang errichtet. Interessant ist der Ursprung der Wallfahrt. Das Original des Muttergottesbildes, dessen Kopie sich in der Wallfahrtskirche befindet, wurde 1633 nach einem Brand im niederbayerischen Regen gefunden und nach Nesselwang gebracht. Dort bewahrte man es in einer Holzkapelle auf. Es entwickelte sich zum beliebten Wallfahrtsziel. 1732 brachte man das Bild schließlich in die Kirche Maria Plain in Salzburg. Nesselwang ist übrigens auch ein berühmter Viehscheid-Ort. Vielerlei Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten werden geboten. Das Wandergebiet an der Alpspitze und am Edelsberg (beide knapp über 1600 m hoch) ist recht beliebt. Bademöglichkeiten gibt es am Kögelweiher, Attlesee und Alpspitz-Bade-Center. Ach ja, aus Nesselwang stammt übrigens Franz Keller, Olympiasieger in der Nordischen Kombination von 1968 in Grenoble.
Erstellt am 31.08.2009 23:02 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Ahnenplastiken, Alte Pfarr, Automobilmuseum, Bauernhaus-Freilichtmuseum, Caspar de Crayer, Ecktürme, Festspiele Baden-Württemberg, Fischerhaus, Fürsten zu Waldburg-Wolfegg, Johann Georg Fischer, Loretokapelle, Luftkurort, Moränenhügel, Oberschwaben, Renaissanceschloß, Säkularisation, Sennstadel, St. Katharina, Stiftskirche, Wessobrunner, Westallgäu, Wolfegg, Wolfegger Achtal, Wolfegger Konzerte
| Die Daten von Wolfegg: |
| Bundesland: |
Baden-Württemberg |
| Höhe: |
672m ü. NN |
| Fläche: |
39,49km² |
| Regierungsbezirk: |
Tübingen |
| Landkreis: |
Ravensburg |
| Postleitzahl: |
88364 |
| Vorwahl: |
07527 |
| Kfz-Kennzeichen: |
RV |
| Internetseite: |
www.wolfegg.de |
Achthundert Jahre ist er alt, der Luftkurort Wolfegg, und er hat einiges zu bieten, alt und neu. An prominenter Stelle steht das vierflügelige Renaissanceschloss mit den Ecktürmen aus dem 16./17. Jahrh., das noch heute von den Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee bewohnt wird. Das Schloss wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Burg erbaut. Im barocken Rittersaal (17./18. Jahrh.) stehen die monumentalen Ahnenplastiken aus Holz. Ende Juni finden dort die Internationalen Wolfegger Konzerte statt. Im September folgen die Internationalen Festspiele Baden-Württemberg. Der bekannte Motorjournalist Fritz W. Busch hat im Sennstadel des Schlosses ein sehenswertes Automobilmuseum mit über einhundert Oldtimern eingerichtet. Zu Füßen des Schlossberges liegt das Bauernhaus-Freilichtmuseum. Dort haben verschiedene alte Häuser aus Oberschwaben und dem Westallgäu eine neue Heimat gefunden. Alte Techniken werden dort vorgeführt. Es gibt auch ein Museumswirtshaus, das sogenannte ‘Fischerhaus‘. Sehenswert ist auch die ‘Alte Pfarr‘, die bereits 861 erwähnte romanische Kirche. Sie entging im 18. Jahrh. nicht der Säkularisation und musste lange Zeit als Stall herhalten. Vor einigen Jahren hat man sie sorgfältig restauriert und nun finden verschiedene Veranstaltungen dort statt. Die ehemalige fürstliche Stiftskirche und heutige Pfarrkirche St. Katharina ist innen reich ausgestattet. Erbaut hat sie Johann Georg Fischer zwischen 1733 und 1742. Die Stuckarbeiten führte der Wessobrunner Meister Johann Schütz durch. Einige Bilder stammen von Caspar de Crayer, einem Rubensschüler. Einen herrlichen Ausblick auf die Alpen hat man von der auf einem Moränenhügel am Ortsrand an der Straße nach Rötenbach stehenden Loretokapelle (1668). Empfehlenswert sind auch Wanderungen ins Naturschutzgebiet Wolfegger Achtal.
Erstellt am 11.05.2009 16:24 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte allgäuer Bauerhaus, Burgberg, Eggaspiel, Fluhenstein, Gebirgsjäger, Generaloberst-Beck-Kaserne, Grünten, Luftkurort, Oberallgäu, Pfarrirche St. Ulrich, Schlacht auf dem Lechfeld, Sonthofen, St. Gallen, Stadtpfarrkirche St. Michael, Starzachklamm, Voralpenland, Wächter des Allgäus, Winkel
Der Luftkurort Sonthofen, zu Füßen des Grünten (”Wächter des Allgäus”) gelegen, kann sich rühmen die südlichste Stadt Deutschlands zu sein. Sie ist Verwaltungssitz des Landkreises Oberallgäu. Im 8. Jahrhundert gab es bereits eine Ansiedlung, die von St. Gallen aus im Zuge der Christianisierung des Voralpenlandes gegründet wurde. Wohl wegen seiner zentralen Lage mußte der Ort so manchen Besitzer und manche Besatzung ertragen. Die Kreisstadt besitzt nur einen verhältnismäßig kleinen historischen Kern. Die ursprünglich gotische Stadtpfarrkirche St. Michael (15. Jahrh.), zwischen 1738 und 1742 erweitert und barockisiert, verfügt über einen äußerst prachtvollen Hochaltar. Die barocke Pfarrirche St. Ulrich steht im Ortsteil Burgberg. Das bemerkenswerte Deckengemälde zeigt übrigens die Schlacht auf dem Lechfeld, wo König Otto I. am 10. August 955 die Ungarn vernichtend schlug. Die Nazis errichteten 1935 eine ihrer Ordensburgen in Sonthofen, wo Führungskader des 3. Reiches ausgebildet wurden. Diese “braune Präsenz” brachte für die Stadt nichts Gutes, denn sie erlitt im 2. Weltkrieg schwere Schäden. Heute befindet sich in der Ordensburg die “Generaloberst-Beck-Kaserne” der Bundeswehr. Sehenswert ist das Heimatmuseum, das in einem typischen allgäuer Bauerhaus untergebracht ist. Die Sammlungen enthalten auch eine Ausstellung über die Gebirgsjäger. Weitere Attraktionen sind die wildromantische Starzachklamm im Ortsteil Winkel, und die nordöstlich gelegene Burgruine Fluhenstein aus dem Jahre 1362. Alle drei jahre findet in Sonthofen am Sonntag nach Fasching das Eggaspiel statt. Die Teilnehmer tragen Holzmasken und sogar eine Hexe treibt ihr Unwesen.
Erstellt am 01.04.2009 09:48 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Alpenbad Pfronten, Augsburger Bischöfe, Bauernkriege, Breitenberg, Burgruine, Eissporthalle, Falkenstein, Ferien- und Wintersportort, Gleitschirmflieger, Hausberg, König Ludwig II., Königreiches Bayern, Loipen, Luftkurort, Mittelalter, Monarch, Ostallgäu, Pfronten, Schwangau, Talschaft
| Die Daten von Pfronten: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
853m ü. NN |
| Fläche: |
62,22km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Ostallgäu |
| Postleitzahl: |
87459 |
| Vorwahl: |
08363 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OAL |
| Internetseite: |
www.pfronten.de |
Die alte Talschaft Pfronten bestand ursprünglich aus 13 voneinander unabhänigen, weit auseinanderliegenden Dörfern. Heute ist Pfronten Luftkurort und größter Ferien- und Wintersportort im Ostallgäu (’Alpenbad Pfronten’, Eissporthalle, Lifte, Loipen usw.). Der Hausberg Pfrontens, der Breitenberg ist übrigens ein Eldorado der Gleitschirmflieger. Pfronten liegt im Schatten der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands, der Falkenstein (1 268m). Die Aussicht von hier oben ist übrigens traumhaft, bei schönem Wetter, versteht sich. Man hätte möglicherweise Schwangau den Rang ablaufen können, denn König Ludwig II. hatte vor, die Falkenstein noch imposanter auszubauen als Neuschwanstein. Beinahe hätte es ein weiteres Märchenschloß gegeben, aber die Regierung des Königreiches Bayern drehte ihrem bauwütigen Monarchen jedoch schnöde den Geldhahn zu, bevor der wieder loslegen konnte. Diese Maßnahme bedauert mancher Pfrontener sicher heute noch. Den Augsburger Bischöfen gehörte seit 1047 die Falkenstein mit dem Tal. Die ansässigen Bauern konnten ihre Stellung als ‘Freie Gotteshausleute’ während des gesamten Mittelalters halten, die ihnen von den dankbaren Bischöfen verliehen worden war. Obwohl sie an den Bauernkriegen nur kurz und unter Zwang teilnahmen, verloren sie ihre Sonderstellung 1459 im “Prontener Göttlichen Recht“. Das markanteste Gebäude des Tals ist die barocke Pfarrkirche St. Niikolaus in Berg. In Kappel steht die gotische Martinskirche. An Industrie wäre ein weltbekannter Maschinenbauer hervorzuheben.