Die Rattenfänger von Neuwied – Kriminalroman
Das Buch handelt von einem Verbrechen, das uns alle immer wieder zu tiefst berührt.
-Kindesmissbrauch und Kindesmord-
Leider verebbt unser Mitgefühl mit dem Ende der Schlagzeile, dem Interesse der Medien.
Doch in diesem Krimi geht es weiter. Es beginnt genau da, wo die Seele ihren tiefsten Riss aufzeigt und führt in psychologisch brillianter Weise langsam an einem roten Faden entlang, der uns, je weiter wir uns bewegen, ahnen lässt, dass etwas passieren muss und auch passieren wird.
Der Krimi streift die Täter. Die, welche inhaftiert ihr Leben genießen dürfen, mit denen, die schon als Täter wieder auf freiem Fuss wandeln und rückfällig wurden. Und ganz speziell mit dem, der seine Neigungen langsam anfängt auszuleben.
Auf der Gegenseite eine Familie, die an der Tat zu zerbrechen droht.
Und zwischen all denen die Polizei. Die anscheinend im Nebel stochernd immer zu spät zu kommen scheint. Behaftet mir ihren persönlichen Problemen auf der Suche nach Gerechtigkeit, die zur Sysiphusarbeit zu werden scheint.
Der Gedanke der Rache steht im Vordergrund. Persönliche Rache und die Frage nach der Todesstrafe, die man gerne allzu leichtfertig schon mal in den Mund nimmt.
Der Held der Geschichte lässt uns ein psychisch manipuliertes, gewolltes Hochgefühl erleben.
Bis zu dem Punkt, an dem er selbst zum Ungeheuer wird.
Eine spannend erzählte Geschichte. Gut recherchiert im Neuwieder Umfeld, pasend für die ganze Welt- mit der Verabeitung tragischer Momente aus dem wahren Leben. Eine Geschichte zum Lesen und besonders zum Nachdenken. Abgeleitet von einem Zitat, das uns Nietzsche hinterlassen hat.
Rhombos Verlag. 9,90 Euro 384 Seiten
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