Bad Hindelang

Die Daten von Bad Hindelang:
Bundesland: Bayern
Höhe: 825m ü. NN
Fläche: 159,41km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Postleitzahl: 87541
Vorwahl: 08324
Kfz-Kennzeichen: OA
Internetseite: www.bad-hindelang.de

Der heilklimatische und Kneippkurort Bad Hindelang, der seit 1429 Markt ist, besteht aus Vorderhindelang, Bad Hindelang, Bad Oberdorf und Hinterstein. Im Mittelalter kam der Ort durch den Erzabbau im Hintersteiner Tal zu großem Reichtum. An diese Zeit erinnert die 500 Jahre alte Hammerschmiede, wo heute noch eiserne Pfannen und allerlei landwirtschaftliche Geräte hergestellt werden. Der lukrative Salzhandel früherer Zeiten auf der Jochstraße trug zu weiterem Reichtum bei. Die einst für Autorennen berühmte Jochstraße führt über 106 Kurven zum Oberjoch hinauf. Über die Hälfte der Gemeindefläche zählt übrigens zum Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Das einstige Jagdschloß, erbaut zwischen 1646 und 1665, ist seit 1921 Rathaus der Gemeinde. Die 1935-1938 erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Jodok in Bad Oberdorf hat mehrer besondere Kostbarkeit zu bieten: Den Hindelanger Schnitzaltar des Kaufbeurer Meisters Jörg Lederer aus dem Jahr 1519, die Marientafel von Hans Holbein dem Älteren von 1493 und aus der Zeit um 1470 einen Palmesel vermutlich aus der Schule des Hans Multscher. Der Gesundheit und sportlichen Aktivitäten dienen eine Schwefelquelle, das Hochmoorschwimmbad, Sesselbahnen, Lifte, Loipen usw.

Scheidegg

Die Daten von Scheidegg:
Bundesland: Bayern
Höhe: 800–1000m ü. NN
Fläche: 27,4km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Postleitzahl: 88175
Vorwahl: 08381
Kfz-Kennzeichen: LI
Internetseite: www.markt-scheidegg.de

Der Fremdenverkehrsort Scheidegg wurde als Besitz des Klosters St. Gallen 1255 erstmals erwähnt. Später kam der Ort in habsburgischen und vorarlbergischen Besitz, bevor er schließlich zu Bayern kam. Zu dem heilklimatischen Wintersport- und Kneippkurort gehört auch Scheffau. Die ideale Lage auf dem Rücken des Pfänders, zwischen Bodensee und Hochgebirge, bietet dem Besucher ein einmaliges Panorama. Von hier aus kann man bei günstigem Wetter über 100 Berggipfel des Allgäus, von Vorarlberg und der Schweiz sehen. Bei der Pfarrkirche St. Gallus handelt es sich um einen frühklassizistischen Bau, der zwischen 1796 und 1800 errichtet wurde. Im ‘Heimathaus’ befindet sich ein sehenswertes Handwerkermuseum. Originalgetreu eingerichtete Werkstätten (Küferei, Schlosserei usw.) und eine Käserei erwarten den interessierten Besucher. Gleich neben dem Scheidegger Wasserfall befindet sich der Reptilienzoo, samt Reptilienhaus und Freilandanlage.

Ottobeuren

Die Daten von Ottobeuren:
Bundesland: Bayern
Höhe: 660m ü. NN
Fläche: 55,85km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Postleitzahl: 87724
Vorwahl: 08332
Kfz-Kennzeichen: MN
Internetseite: www.ottobeuren.de

Der Kneippkurort Ottobeuren kann es wohl kaum verleugnen, daß er sich in engem Kontakt mit dem imposanten Kloster, dessen Äbten und Mönchen entwickelt hat. Diese ungeheure üppige barocke Pracht zum Lob des Herrn in der Benediktinerklosterkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Ottobeuren, zeugt von der tiefen Frömmigkeit der Bewohner dieses hügeligen Bauernlandes zwischen Memmingen und Kaufbeuren. Allein der Fakt, daß in diesem Gotteshaus drei Orgeln stehen, läßt die gewaltigen Dimensionen des Innenraumes erahnen. Über 1 200 Jahre steht das Benediktinerkloster bereits, genauer gesagt, es wurde im Jahre 764 gegründet. Die ersten Mönche kamen wohl vom Kloster Reichenau oder auch aus St. Gallen. Ab dem 11. Jahrhundert begann die erste große Blütezeit des Klosters, obwohl im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrer Feuer die Bauten einäscherten. Die Reformation, die Bauernkriege und der 30jährige Krieg brachten schwere Bedrohungen mit sich. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine neue Blüztzeit ein. Die heute noch existierende, gewaltige schloßähnliche Anlage wurde 1766 fertiggestellt. Die beiden Türme sind 82 Meter hoch, die Kirche ist knapp 90 Meter lang. Das gewaltige Langhaus besitzt mit üppigem Stuckwerk versehene hochaufsteigende Arkaden, die Deckengewölbe sind mit farbenprächtigen Fresken ausgestattet. 1802 schien des Ende des Klosters gekommen zu sein: Während der Säkularisation wurde es aufgelöst. Doch bereits 1834 ließ König Ludwig (!) das Klosterleben wieder neu erwachen. Hinzu kommen heute die bekannten Orgel- und Kammerkonzerte in Kirche und Kaisersaal.