Erstellt am 27.04.2009 20:30 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Baden-Württemberg, Bockhaus, Bockturm, Dreifaltigkeitskirche, Einödhöfen, Gerichtsbarkeit, Geschichte, gotisch, Grundherrschaft, Heimatmuseum, Kirche, Leutkirch, Liutchirichun, Mittelalter, Pulverturm, Rathaus, Reichsstadt, Steuern, Weilern, Zeil der Truchsesse
| Die Daten von Leutkirch: |
| Bundesland: |
Baden-Württemberg |
| Höhe: |
654m ü. NN |
| Fläche: |
174,95km² |
| Regierungsbezirk: |
Tübingen |
| Landkreis: |
Ravensburg |
| Postleitzahl: |
88299 |
| Vorwahl: |
07561 |
| Kfz-Kennzeichen: |
RV (früher WG) |
| Internetseite: |
www.leutkirch.de |
Mit dem Namen Leutkirch verbindet sich eine erstaunliche Geschichte:
Bereits im Jahre 766 wurde Liutchirichun, die Kirche der ‘Freien auf der Leutkircher Heide‘ erwähnt. Diese Leute nahmen eine Sonderstellung unter der mittelalterlichen Bevölkerung ein. Sie waren nämlich von Leib- Grundherrschaft frei, hatten ihre eigene Gerichtsbarkeit, legten selbst Steuern fest usw. Freie Reichsstadt wurde Leutkirch 1293. Die Kirche St. Martin, ursprünglich romanisch, wurde im gotischen Stil umgewandelt. Die alte Reichsstadt hat viel von ihrem ursprünglichen Flair erhalten können, denn zahleiche Gebäude vom 15. bis ins 18. Jahrh. stehen noch. Zu nennen wären die Dreifaltigkeitskirche (1615), das prachtvollr barocke Rathaus (1741), das Gotische Haus an der Marktstraße, Bockhaus, Bockturm (daneben das Heimatmuseum), Pulverturm usw. Das heutige Leutkirch weist einige stadtgeschichtliche Eigenarten auf, denn neben dem historischen Stadtkern setzt es sich aus 200 Dörfern, Weilern und Einödhöfen zusammen. Da ist es nicht verwunderlich, daß Leutkirch, von der Fläche her gesehen, die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs ist …
Das beeindruckende Schloß Zeil der Truchsesse von Waldburg-Zeil liegt 5 km nördlich von Leutkirch. Die ehemalige Burg wurde zwischen 1598 und 1811 in eine mächtige vierflüglige Barockanlage umgebaut.
Erstellt am 14.03.2009 09:04 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte 30jährige Krieg, Äbte, Arkaden, barock, Bauernkriege, Bauernland, Benediktinerklosterkirche, Fresken, Frömmigkeit, Gotteshaus, Heiligen Dreifaltigkeit, hügelig, Kaisersaal, Kaufbeuren, Kirche, Kloster, Kloster Reichenau, Klosterleben, Kneippkurort, König Ludwig, Langhaus, Memmingen, Mönche, Orgel- und Kammerkonzerte, Orgeln, Ottobeuren, Reformation, Säkularisation, St. Gallen, Stuckwerk, Türme
| Die Daten von Ottobeuren: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
660m ü. NN |
| Fläche: |
55,85km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Unterallgäu |
| Postleitzahl: |
87724 |
| Vorwahl: |
08332 |
| Kfz-Kennzeichen: |
MN |
| Internetseite: |
www.ottobeuren.de |
Der Kneippkurort Ottobeuren kann es wohl kaum verleugnen, daß er sich in engem Kontakt mit dem imposanten Kloster, dessen Äbten und Mönchen entwickelt hat. Diese ungeheure üppige barocke Pracht zum Lob des Herrn in der Benediktinerklosterkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Ottobeuren, zeugt von der tiefen Frömmigkeit der Bewohner dieses hügeligen Bauernlandes zwischen Memmingen und Kaufbeuren. Allein der Fakt, daß in diesem Gotteshaus drei Orgeln stehen, läßt die gewaltigen Dimensionen des Innenraumes erahnen. Über 1 200 Jahre steht das Benediktinerkloster bereits, genauer gesagt, es wurde im Jahre 764 gegründet. Die ersten Mönche kamen wohl vom Kloster Reichenau oder auch aus St. Gallen. Ab dem 11. Jahrhundert begann die erste große Blütezeit des Klosters, obwohl im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrer Feuer die Bauten einäscherten. Die Reformation, die Bauernkriege und der 30jährige Krieg brachten schwere Bedrohungen mit sich. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine neue Blüztzeit ein. Die heute noch existierende, gewaltige schloßähnliche Anlage wurde 1766 fertiggestellt. Die beiden Türme sind 82 Meter hoch, die Kirche ist knapp 90 Meter lang. Das gewaltige Langhaus besitzt mit üppigem Stuckwerk versehene hochaufsteigende Arkaden, die Deckengewölbe sind mit farbenprächtigen Fresken ausgestattet. 1802 schien des Ende des Klosters gekommen zu sein: Während der Säkularisation wurde es aufgelöst. Doch bereits 1834 ließ König Ludwig (!) das Klosterleben wieder neu erwachen. Hinzu kommen heute die bekannten Orgel- und Kammerkonzerte in Kirche und Kaisersaal.