Kaufbeuren (Teil 3)
Zwar traute man den Bayern zunächst nicht recht über den Weg, aber die Kaufbeurer mussten nach einiger Zeit zugeben, daß es unter der neuen Herrschaft wirtschaftlich langsam aber stetig aufwärts ging. Eine neue, große Baumwollspinnerei wurde 1839 errichtet und gab zahlreichen Bürgern Arbeit und Brot. Der 1847 erfolgte Anschluss an das Eisenbahnnetz belebte Handel und Gewerbe. Die Ansiedlung mehrerer Behörden und der Bau einer Nervenheilanstalt verstärkten den allgemeinen Aufschwung bis zum Beginn des 2. Weltkriegs. Die Sprengstofffabrik der Dynamit Nobel AG beschäftigte während des Krieges zahlreiche Artbeitskräfte und Zulieferer. Obwohl Kaufbeuren mit dieser brisanten Fertigungsstätte ein leichtes Ziel gewesen wäre, zeigten sich keine alliierten Bombergeschwader am Himmel. Vermutlich wussten die Alliierten, daß das Sprengstoffwerk absolut nicht ausgelastet war. Man griff lohnendere Ziele an. Der Krieg endete für die Kaufbeurer am 27. April 1945 mit dem Einmarsch der US-Truppen.
Author: Peter M. Roese
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