Der Roman “Allgäu Sixties” von Peter M. Roese

Peter M. Roese

Peter M. Roese

Das Werk ist vollbracht:

Der Roman “Allgäu Sixties” von Peter M. Roese
über die 60er Jahre in Kaufbeuren und am Fliegerhorst

ist erschienen!

Hier kommt ein Stück Lokalgeschichte Kaufbeurens und des Allgäus! “Allgäu Sixties” ist nicht nur etwas für jene Junggebliebenen die sich gerne an die “wilden 60er” erinnern, mit den Beatles, den Stones und anderen unvergeßlichen Musikern, dem Minirock, der Pille, der freien Liebe, dem Vietnamkrieg, dem Schah von Persien und seine Farah Diba, Studentenrevolten usw. Es ist auch etwas für die Nachkommen, die endlich erfahren, was die Alten in den 60er Jahren so gertrieben haben. All dies ist eingebunden in die Geschichte des Luftwaffensoldaten Rossner, der seine Dienstzeit oben am Fliegerhorst ableistete. Da kam eine Gruppe junger Leute zusammen, Einheimische und Soldaten, sogar eine Band war dabei … die Caddy Group. Solche Konstellationen gab es seinerzeit überall in der BRD. Der Leser streift mit Rossner durch die malerischen Straßen und Gassen Kaufbeurens, und manchen Ort in der näheren oder ferneren Umgebung, wobei ihm vieles sicher bekannt vorkommt. Einige damals stark frequentierte Lokalitäten (oder “Kultstätten”!) wie die Ranch Bar, existierten heute nicht mehr, andere hingegen, wie zum Beispiel der Ringkeller, florieren weiterhin. Summa summarum ist “Allgäu Sixties” eine olivgrün angehauchte Hommage an Kaufbeuren und das Allgäu, gewürzt mit viel Sarkasmus und Ironie.

Aber nicht nur Kaufbeuren spielt in “Allgäu Sixties” eine Rolle, nein, auch andere Städte, wie zum Beispiel: Landsberg, Memmingen, Mindelheim, Marktoberdorf, Schongau, Füssen, Kempten, Oberstdorf und … und … und … Aber auch kleinere Orte wie Pforzen, Jengen, wo Rossner eine Zeitlang mit zwei Freunden in einem alten Austragshaus wohnte (war das eine Gaudi!), oder zB. Apfeltrang, Aitrang, Görisried, um nur einige zu nennen, spielen eine Rolle. Auch Ausflüge ins benachbarte Pinswang und Reutte in Tirol sind an der Tagesordnung. Einen besonderen Leckerbissen für “Revoluzzer” stellt Rossners Aufenthalt 1968 in München dar.

Da Rossner aus Franken stammt, lernt der Leser auch Neuhaus im schönen Pegnitztal kennen, das Rossner mit seinem Hippie-Bus besucht. Amüsante Schilderungen über Mengen in Württemberg, wo er seine Grundausbildung absolviert, und Diepholz bei Bremen, wo er zu einem Nachschublehrgang fliegt, runden das Bild ab.

Peter M. Roese “Allgäu Sixties” Lindemanns Bibliothek (www.infoverlag.de) ISBN 978-3-88190-630-2 (320 Seiten, 14,80 Euro)

NEWS – Roman “Allgäu Sixties” von Peter M. Roese

Es ist soweit: “Allgäu Sixties” wird bald auf dem Buchmarkt erscheinen! Die Stories um Rossner, den Soldaten Schweik der 60er Jahre, und die zivile Clique samt Band in Kaufbeuren, lassen ein Stück Stadtgeschichte aufleben. Hier wird ein herrlicher militärisch-ziviler Klamauk geboten, unterstützt durch zahlreiche Hinweise auf die unvergessliche Musik der 60er Jahre. Da möchte man doch gleich mitsingen …

Peter M. RoeseDank allen Freunden und Bekannten, die das Projekt in irgendeiner Form unterstützt haben! Natürlich gilt mein Dank auch Özgür Karatag (Webmaster www.blickpunkt-allgaeu.de), bei dem ich mit meinen Beiträgen über “Allgäu Sixties” immer ein offenes Ohr fand.

Wer sich möglichst bald ein Exemplar “Allgäu Sixties”sichern möchte, kann das hier tun.

Allgäu Sixties Paperback 320 Seiten

Allgäu Sixties Paperback 320 Seiten

Allgäu Sixties – eine olivgrün angehauchte Liebeserklärung an das Allgäu und
die 60er Jahre. Kaufbeuren ist Hauptschauplatz dieser bisweilen nicht ganz ernst gemeinten Story um den Luftwaffensoldaten Rossner und seine Clique. Dienst in
der Kaserne, heiße Feten, eine Band und Liebeleien am Bärensee …

infoverlag.de

Impressionen aus dem Jahr 1967 von Peter M. Roese

Peter M. RoesePeter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Hier eine Szene vom Sommer 1967, aus dem Manuskript “Allgäu Sixties“, als der Protagonist Rossner mit einigen Kameraden vom Fliegerhorst Kaufbeuren auf einer Fahrschulfahrt unterwegs ist …

Als sie ein andermal eine Fahrschulfahrt nach Kempten führt, fahren sie über Betzigau nach dem zwischen Kemptener Wald und Wertachtal malerisch gelegenen Görisried.
“Wir machen im Gasthof Zum Hirsch, der übrigens meinen Namen trägt, Mittagspause”, schlägt der Fahrlehrer Feldwebel Hirsch, der seinen Kollegen Meisner vertritt, seinen feixenden Fahrschülern vor. Dann fängt er an zu lachen. “Wissen Sie, das ist ulkig, der Wirt ist ein waschechter Berliner, den es in diese herrliche Ecke verschlagen hat. Die kulinarischen Spezialitäten beschränken sich auf Landjäger mit Gurke und Eisbein. Das schmeckt aber klasse.”

Gasthof Zum Hirsch

Gasthof Zum Hirsch

Sie erreichen den Kirchplatz in Görisried, wo der behäbige Gasthof steht. Der Obergefreite Wallner lenkt den Munga auf die gegenüberliegende Straßenseite, wo sich das Sommerhaus mit Biergarten befindet. Sie lassen sich an einem Tisch nieder, und geben bei der sogleich herbeieilenden Kellnerin ihre Bestellungen auf. Während sie genussvoll die einfache aber köstliche Mahlzeit zu sich nehmen, unterhalten sie sich.
“Ich muss sagen Herr Feldwebel”, stellt Rossner fest, nachdem er ein Paar Landjäger verdrückt hat, “Sie haben nicht übertrieben, es schmeckt prima.”
Die beiden anderen Fahrschüler stimmen Rossner zu.
“Das freut mich”, antwortet der Fahrlehrer. “Ich habe übrigens eine nette Geschichte über den Gasthof Zum Hirsch und dessen Wirt gehört. Zur Sperrstunde um Punkt Mitternacht muss das Wirtshaus schließen. Die Polizei kontrolliert das auch oft. Da hat der findige Wirt in der Wirtsstube einen Nagel halb in eine Wand hinein geschlagen. Kurz vor 24 Uhr fragt er dann üblicherweise die Gäste, ob sie noch etwas möchten. Sie erhielten das Bestellte. Die Folge war, wenn die Polizei kam, musste er Strafe bezahlen. Daraufhin kassierte der Wirt von jedem Gast zwei Mark ein, und heftete den Strafzettel an den Nagel.”

Soweit ein Ausschnitt aus dem Manuskript “Allgäu Sixties”. Heutzutage ist die Palette der Speisen wesentlich umfangreicher. Die Familie Knüsli hat so einige kulinarische Spezialitäten zu bieten. So lautet denn auch das Motto des Hauses: Wir verwöhnen Sie nach Allgäuer Art …

Gasthof Zum Hirsch
Kirchplatz 6
87657 Görisried

www.hirsch-goerisried.de

Kaltental

Die Daten von Kaltental:
Bundesland: Bayern
Höhe: 710m ü. NN
Fläche: 22,14km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Postleitzahl: 87662
Vorwahl: 08345, 08344
Kfz-Kennzeichen: OAL
Internetseite: www.markt-kaltental.de

Der Markt Kaltental liegt östlich von Kaufbeuren, im Tal des Hühnerbachs, inmitten des idyllischen Voralpenlandes. Der Fahrradweg auf der Trasse der ehemaligen Dampflockline von Kaufbeuren nach Schongau führt direkt hier vorbei. Bis 1803, als das Gebiet des heutigen Marktes Kaltental zum damaligen Kurfürstentum Bayern kam, gehörte der größte Teil zum Pflegamt Buchloe des Hochstiftes Augsburg. Kaltental ist übrigens ein künstlicher Name, während der Gebietsreform kreiert, und entspricht nicht historischen Tatsachen. Der Markt besteht aus den Ortsteilen Altensberg, Aufkirch, Blonhofen, Eldratshofen, Frankenhofen, Gerbishofen und Helmishofen. Die Ortsteile zeichnet sich durch ihr äußerst reges Vereinsleben, mit Tradition und Brauchtumspflege, sowie durch die reichhaltige Gastronomie aus. Sechs Wirtshäuser gibt es (!), inklusive des Gasthauses Traube, das zum Brauhaus Kaltental in Aufkirch gehört. Hoch über Helmishofen steht der Römerturm. Der hat aber nichts mit den Römern zu tun, er wird fälschlicherweise so genannt, denn tatsächlich handelt es sich um den Bergfried der Burg Helmishofen, aus dem 12. Jahrhundert.

Allgäuer Schafkopfmeisterschaft

Am Samstag 8. Januar 2011 beginnt um 13:30 Uhr in der Gemeindehalle Stöttwang bei Kaufbeuren die Allgäuer Schafkopfmeisterschaft. Das Startgeld beträgt 13 Euro, der Sieger bekommt 500 Euro. Jeder Spieler mit Pluspunkten erhält einen Geld- oder Sachpreis.
Um 18:30 Uhr geht es beim Superschafkopf um eine Gesamt-Siegprämie von über 2000 Euro.

Impressionen aus dem Jahr 1967 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Impressionen aus dem Jahr 1967 … Fahrstunden bei der Bundeswehr … Gasthof Weißes Röss’l in Leinau …

Hier eine Szene aus dem Jahr 1967, als der Protagonist Rossner zusammen mit einigen Kameraden vom Fliegerhorst Kaufbeuren Fahrstunden absolviert …

Gasthaus Weißes Röss'l Leinau

Weißes Röss'l

Sie kommen am Freitagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein auf der B 16 von einer Fahrschulfahrt aus Memmingen, Mindelheim und Bad Wörishofen zurück.
“Männer”, sagt der Fahrlehrer Feldwebel Meisner als sie durch Pforzen fahren, “wir machen diesmal unsere Pause im Weißen Röss’l in Leinau. Uffz Schaller fährt uns anschließend hoch zum Fliegerhorst. Er muß diesmal in den sauren Apfel beißen und darf keinen Alkohol trinken. In den Gasthof kommen übrigens immer mal Leute aus München, die in der Wertach angeln. Die stolzen Petrijünger lassen dann ihre Beute von der Wirtin des Weißen Röss’l braten. Auch Gablonzer kommen gerne her.”
Sie erreichen die Kreuzung die rechts nach Irsee und links nach Leinau und Neugablonz führt. Rossner, der gerade am Steeuer sitzt, biegt nach Leinau ab und fährt über die Wertachbrücke. Nach wenigen Minuten sind sie am Ziel angelangt. Rossner läßt den Munga ausrollen. Die Soldaten steigen aus und lassen sich in dem kleinen Biergarten an einem der Holztische nieder.
Am Nachbartisch sitzen vier gestandene Mannsbilder, der fünfte ist ein Krischperl, wie man im Allgäu und anderen Gegenden Süddeutschlands so schön sagt, eben ein Mann von kleiner, schmächtiger Statur. Es scheinen Einheimische zu sein, Leinauer Bauern, die in ein Kartenspiel vertieft sind. Das Krischperl stänkert die ganze Zeit herum. Rossner vernimmt schmunzelnd was sich da am Nachbartisch tut.
“Du wenn jetzt it bald schtill bisch, verhau i di”, warnt einer der Mitspieler den Störenfried.
“Dann flack i na, und na kasch zala”, antwortet der Schmächtige vorwitzig.
Da steht der Mitspieler der ihn gewarnt hatte auf, hebt das Krischperl hoch in die Luft, schüttelt ihn kräftig, und setzt ihn wieder auf seinen Stuhl. Anschließend fordert er ihn auf: “So und jetzt kasch saga was des koschd!”
“Schüttla koschd nix”, versichert das Krischperl kleinlaut.
Danach kehrt Ruhe ein, und das Kartenspiel kann fortgesetzt werden. Die Soldaten machen sich über die bestellten Brotzeiten her.

Soweit ein Ausschnitt aus dem Manuskript. Die Inhaberin des Gasthofes Weißes Röss’l, Angelika Seidl, führt die Tradition des Hauses fort, mit guter, alter Hausmannskost wie verschiedene Braten, Schnitzel, Rouladen und Brotzeiten.

Gasthof Weißes Röss’l
Dorfstraße 25
87666 Leinau

www.weisses-roessl-leinau.de

Impressionen aus dem Jahr 1966 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”
Impressionen aus dem Jahr 1966 … Ausflug zum Lech … Restaurant Café Lechblick …

Der Protagonist Rossner und sein Kamerad Pflüger, beide am Fliegerhorst Kaufbeuren stationiert, lernen zwei flotte Bienen kennen, mit denen sie von Kaufbeuren aus einen Ausflug an den Lech unternehmen …

Es ist Samstagnachmittag, als Pflüger und Rossner bei strahlendem Sonnenschein im Käfer in die Stadt hinabrollen. Marlene und Konstanze warten schon vor der Ranch auf sie. Entzückend sehen sie aus, in ihren dünnen Sommerkleidchen, die sich in der linden Luft an die wunderbaren Konturen der jungen Körper schmiegen. Zur Begrüßung bekommen die beiden jungen Männer züchtig Küßchen auf die Wangen. Sie gondeln hinten herum über die Dörfer Mauerstetten, Blonhofen, Gerbishofen, und wie sie alle heißen. Auf den hügeligen Weiden tummeln sich Kühe und hier und da ein Pferd. Durch die geöffneten Fenster streicht eine angenehme Luft. Sie erreichen Asch und fahren die B 17 hinunter, bis sie auf das Restaurant Café Lechblick stoßen.
Cafe LechblickPflüger läßt den Käfer auf dem Parkplatz ausrollen. Sie betreten die gutbesuchte Terrasse. Bevor sie sich niederlassen, bleiben sie erst einmal überrascht stehen. Den Betrachtern bietet sich ein sagenhafter Blick auf den von Wäldern gesäumten Lech, der hier nach der Staustufe 11 eine Breite Schleife bildet.
“Da kann man sich gar nicht satt sehen”, entfährt er Rossner nach einer Weile.
Sie bestellen jeder einen Eisbecher und löffeln ihn schweigend aus, während sie hinunter auf den Fluß blicken. Rossner ist jedoch auf einmal von anderen Naturschönheiten hingerissen: den im tiefen Ausschnitt von Marlenes Kleid gebetteten, großkalibrigen Kugeln, die er verstohlen mustert. Ob ich die jemals in ihrem ganzen Umfang zu sehen bekomme? fragt er sich.
“Du machst so ein verklärtes Gesicht”, holt ihn Pflügers Stimme in die Wirklichkeit zurück. “Was ist?”
“Ach, nichts, ich genieße nur die Naturschönheiten.”
Auf der Rückfahrt geht es wieder durch duftende Wiesen über Ostendorf. Es ist Spätnachmittag geworden, die Schatten werden länger, das Sonnenlicht weicher. Während der Fahrt tuscheln die Mädels auf den Rücksitzen angeregt miteinander.
“Halt!” ruft Konstanze plötzlich unvermittelt, als sie gerade Dösingen passieren. “Wir könnten dort drüben in dem Wäldchen doch einen romantischen Spaziergang in der Abenddämmerung machen.”
“Tolle Idee”, pflichtet ihr die Freundin bei. “Habt ihr Jungs eine Decke im Auto, falls wir uns hinsetzen wollen?”

Halt! Mehr wird nicht verraten …. Das Eis schmeckt heute noch so gut wie damals, im Restaurant Café Lechblick, bei der Familie Mauch. Hinzu kommen hausgemachte Torten und Kuchen. Auf jene die es deftig mögen warten ausgezeichnete Schwäbisch-Bayerische Spezialitäten.

Restaurant Café Lechblick
Lechblick 1
86920 Denklingen

www.restaurant-cafe-lechblick.de

Aktionstage „Afrika im Allgäu“ 2010

Aktionstage „Afrika im Allgäu“ finden vom 25.-27.06.2010 zum dritten Mal statt

Kempodium e.V., Untere Eicher Str. 3, 87435 Kempten/Allgäu

Nach dem Erfolg der Veranstaltungen in den beiden vorangegangenen Jahren veranstaltet das Kempodium vom 25. – 27. Juni 2010 zum dritten Mal die Aktionstage „Afrika im Allgäu“:

Diesmal steht Afrika im Allgäu– wie sollte es anders sein in dem Jahr, in dem erstmals eine Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet – ganz im Zeichen des Fußballs: Ausstellung und Podiumsdiskussion widmen sich der Frage, auf welche Weise das Phänomen Fußball die Menschen bewegt – in Afrika und im Allgäu. Und: wird es auch in Südafrika ein Sommermärchen geben?

Afrika im Allgäu 2010Natürlich sind wieder Basar, Ausstellung, Vorträge und Kurzfilme, Trommelkurse, Kinderprogramm, Märchenerzählerin, afrikanischen Speisen und natürlich viel Musik geboten… Sowohl Allgäuer, die in Afrika aktiv sind, als auch im Allgäu lebende Afrikaner beteiligen sich an der Programmgestaltung. Damit stehen der gegenseitige Austausch und die familiäre Atmosphäre im Vordergrund, die bereits in den Vorjahren vielfach gelobt wurden.

Am Samstag Abend findet ein Konzert mit Pamuzinda aus Simbabwe statt. Pamuzinda (bedeutungsgemäß übersetzbar mit “Gefühl von Heimat“) ist eine traditionelle Musik- Tanz- und Theatergruppe, die 1990 von Jugendlichen in Highfield gegründet wurde, einem Stadtteil von Simbabwes Hauptstadt Harare, seit 1995 Partnerstadt von München. Als Vorgruppe tritt back2roots auf.

In der Kino-Woche vom 24.06. bis 30.06.2010 wird im Colosseum Center in Kempten ein afrikanischer Film gezeigt: Ouaga Saga (Französisch mit deutschen Untertiteln) spielt in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, die gleichzeitig jährlich das größte afrikanische Filmfestival ausrichtet. Und auch im Film träumen die Jungs von der großen Fußballkarriere…

Im Vortragsprogramm berichten Hilfsorganisationen aus dem ganzen Allgäu von ihren Aktivitäten: ob „Hilfe für Afrika“ aus Oberstdorf, die „Aktion LebensTräume“ aus Kronburg, „Ushirika“ aus Ahlen bei Biberach, „ZimRelief“ aus Kaufbeuren oder „gegen Noma“ aus Kempten – alle haben spannende Projekte zu präsentieren.

Programmvorschau:
FREITAG, 25.06.2010
19.00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Vernissage der Foto-Ausstellung und Podiumsdiskussion
SAMSTAG, 26.06.2010
11.00 – 23.00 Uhr: Offene Bühne, Basar und Handwerkermarkt, Afrikanische Spezialitäten, Ausstellung, Kinderprogramm, Schnupperkurse in Trommeln und traditionellen Tänzen, Geschichtenerzählerin, Vorträge und Kurzfilme
19.00 Uhr: Konzert mit Pamuzinda. Vorgruppe: back2roots
23.00 Uhr: Party mit afrikanischer Musik: Non-stop-Ndombolo und vieles mehr!
SONNTAG, 27.06.2010
11.00 – 18.00 Uhr: Offene Bühne, Basar und Handwerkermarkt, Afrikanische Spezialitäten, Ausstellung, Kinderprogramm, Schnupperkurse in Trommeln und traditionellen Tänzen, Geschichtenerzählerin, Vorträge und Kurzfilme
Hintergrund der Veranstaltung

Mit Afrika im Allgäu wollen wir…

  • Afrika im Allgäu bekannt machen und den Kontinent in seiner ganzen Vielfalt und als facettenreichen Kulturraum darstellen.
  • Allgäuer, die bislang nichts oder wenig mit Afrika zu tun hatten, für die Besonderheiten des Kontinents interessieren.
  • Allgäuer, die sich schon mit Afrika beschäftigt haben, zusammen bringen und damit engagierten und interessierten Menschen und Organisationen eine Plattform geben, sich zu präsentieren.
  • die eine oder andere überkommene Vorstellung von Afrika auflösen und mit Vorurteilen aufräumen. Wir wollen insbesondere die positiven Seiten von Afrika darstellen.
  • afrikanische Alltagsgeschichten zeigen, dazu gehört auch das Leben von Afrikanern im Allgäu.

Träger und Veranstalter ist das Allgäuer Zentrum für regionale Eigenversorgung (Kempodium e.V.) in Kempten im Allgäu.

Weitere Informationen:
In Internet unter: www.afrika-im-allgaeu.de
Oder bei Karina Rauch, Tel. +49.831.5402130, karina.rauch@afrika-im-allgaeu.de

Nigeria Connection von Peter M. RoeseWer sich näher über Schwarzafrika informieren und gleichzeitig einiges über die Erlebnisse des Protagonisten Marcel im Allgäu erfahren möchte (Kaufbeuren, Bärensee, Kuhstallweiher etc.), der sollte den Afrika-Thriller “Nigeria Connection” von Peter M. Roese lesen (www.rhombos.de Nigeria Connection).

Kinderstadtführers – Kaufbeurer Stadtgeschichten

Umschlag WiedemannHilfe! Herr Wiedemann! Ich bin versteinert worden …

Dieser Hilferuf stammt von „Frau Maierhof“, die in den „Kaufbeurer Stadtgeschichten“ gerade über den alten Friedhof um die St. Martinskirche spaziert.

Ja, Frau Maierhof! Nicht dem Schloarger in die Augen blicken. Warten Sie, ich komme kurz rüber!

„Herr Wiedemann“ eilt zu Hilfe! Die beiden Hauptpersonen des neuen Kinderstadtführers laden ein, die Geschichte der Stadt kennen zu lernen. Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven, zusätzlich reich illustriert, präsentieren auf 68 Seiten den jungen Kaufbeurern wie auch den Erwachsenen eine spannende Stadtgeschichte zum Anfassen. Ein eingehefteter Stadtplan sorgt dafür, dass man die jeweiligen Routen von „Herrn Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ problemlos nachvollziehen kann.

Thomas Garmatsch, kreativer Kopf und Leiter der Kaufbeurer Kulturwerkstatt, initiierte, illustrierte und textete. Gemeinsam mit Ralf Einfeldt (Layout) und dem Fotografen Christoph Jorda erschuf er ein kindgerechtes Kaleidoskop zur Geschichte seiner Stadt, das nun im Bauer-Verlag Thalhofen erschienen ist.

Als illustrierte Stadtführer beschreiten „Herr Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ ihren Weg durch Kaufbeuren. Bekannt wurden „Elsa Maierhof“ und „Johann A. Wiedemann“ als Geschäftsführer des Kaufbeurer Geschichtenladens der Kulturwerkstatt, wo sie sich unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stefan Bosse Kaufbeurer Stadtgeschichten erzählen.

Lesen kann man das Buch von zwei Seiten: Falls Sie, lieber Entdecker, sich nun dazu entschließen, zunächst Frau Maierhof mit ihren Märchen und Sagen auf ihrem Stadtrundgang zu begleiten, kann ich Ihnen nur eines raten: Hüten Sie sich vor Elsas manchmal nur allzu blühenden Fantasie! Gruselige Geister- und Spukgestalten, wollsockenstrickende Wächter der Stadttore, ein nach Pfannkuchen duftender Fünfknopfturm – die sagenhafte Seite Kaufbeurens ist sicher eine Reise wert. Andererseits – und das im wahrsten Sinne des Wortes! – wenn Sie unsere STADTGESCHICHTEN umgedreht lesen, sind sie mit dem historisch sehr bewanderten und scheinbar allwissenden Johann A. Wiedemann auf der sicheren Seite, denn: Richtig ist wichtig! Und wichtig ist richtig!

Umschlag MaierhofDa habe ich aber Glück gehabt, dass Sie gerade vorbeigekommen sind … Aber! Herr Wiedemann! – Kein Wort mehr über den Schloarger! Der gehört auf meine Seiten – aber trotzdem: Herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Ich dachte, Sie kennen sich nur bei geschichtlichen Dingen aus… Sie sind ja richtig mutig!
Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Kaufbeuren erhält jede Schule und jeder Kindergarten in Kaufbeuren Freiexemplare. Für die Lehrkräfte bedeutet dies, den Kindern ihre Stadt fantasievoll, sagenhaft und doch historisch korrekt zeigen zu können.
Neugierig geworden? Erhältlich ist der Kinder-Stadtführer ab sofort für 7 Euro in der Kulturwerkstatt sowie in den Kaufbeurer Buchhandlungen und direkt beim Bauer-Verlag Thalhofen.

BAUER-VERLAG GmbH
Gennachstraße 1
87677 Thalhofen

Impressionen aus dem Jahr 1966 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M.Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Impressionen aus dem Jahr 1966 … Pilze sammeln bei Apfeltrang … Landgasthof Hubertus

Der Protagonist Rossner, stationiert am Fliegerhorst Kaufbeuren, geht mit Kameraden einer lohnenden Freizeitbeschäftigung nach …

“Du kennst dich doch mit Pilzen und so Zeug aus”, sagt Hübner zu Rossner.
“Ja, warum?”
“Ich habe von einem Einheimischen einen Geheimtipp bekommen. Da hinten bei Apfeltrang geht es rechts ab nach Wenglingen. Im sogenannten Salvawald und im Wenglinger Wald soll es massenhaft Pilze geben. Das Wetter ist ideal, feucht und noch verhältnismäßig warm für die Jahreszeit. Ich weiß das noch von meinem Großvater.” Hübner verdreht verzückt die Augen und ein verklärtes Lächeln tritt auf sein Gesicht. “Was hat Opa immer köstliche Pilzmahlzeiten in der Pfanne gebrutzelt.”
“Der Pflüger macht da bestimmt mit”, vermutet Rossner, “denn ohne fahrbaren Untersatz ist das ganz schön weit zu den Schwammerljagdgründen.”
Selbstverständlich ist Pflüger dabei. Durch die Hauptwache geht es hinunter nach Apfeltrang. Am Gasthof Hubertus biegen sie rechts ab.
“Übrigens, im Hubertus haben sie jetzt auch eine Kegelbahn”, informiert Rossner die Mitfahrer. “Außerdem, wer Wildbret mag ist hier ebenfalls richtig, denn der Wirt geht selbst auf die Jagd.”
Nun tuckert der Käfer den Hügel hinauf, Richtung Wenglingen. Üppige grüne Viehweiden werden gefolgt von dichten Wäldern, links und rechts der Straße. Der nasse Asphalt glänzt in der Sonne.
“Guckt euch diesen Pomadenhengst auf der Babybrumme hinter uns an”, ruft Pflüger, während er in den Rückspiegel schaut. “Der Motorroller ist garantiert frisiert – und wie!”
“Hier muß es sein”, vermutet Rossner.
Pflüger hält den Wagen am Straßenrand an. Der Motorroller knattert an ihnen vorbei, eine nach verbranntem Öl und sonstiger Chemie duftende, bläuliche Qualmwolke hinterlassend. Praktischerweise hat Pflüger zwei Einkaufsnetze im Wagen liegen.
“Auf zur Schwammerlpirsch!” ruft Rossner ausgelassen. “Es hat allerdings keinen Wert wenn wir hier breitflächig ausschwärmen, denn ihr kennt euch mit Pilzen nicht aus und würdet unnötige Mengen unbrauchbarer Arten ausreißen.”
Die Knobelbecher und die Amistiefel sind im feuchten Wald genau das richtige Schuhwerk. In nicht einmal eineinhalb Stunden haben die eifrigen Pilzsammler beide Einkaufsnetze gefüllt. Steinpilze, Maronenröhrlinge, Sandröhrlinge und Butterpilze liegen einträchtig nebeneinander, zwischendrin spitzen sogar einige gelbe Pfifferlinge hervor.
“Leute, Leute, das gibt ein köstliches Mahl”, jubelt Rossner, während sie die Pilze gleich an Ort und Stelle putzen. “Da kommen Öl und Zwiebeln in die Pfanne, und dann die Pilze, gewürzt wird mit Pfeffer und Salz, da wird das Pilzaroma nicht verfälscht.”
“Nach diesem erfolgreichen Jagdzug haben wir uns ein kühles Bier verdient, oder?” fragt Hübner. “Der Biergarten vom Hubertus ist ja noch offen.”
Da stimmen seine beiden Begleiter zu. Sie lassen sich nieder und bestellen drei Gläser Bier. Rossner sieht sich um. Neben ihnen sitzt ein Ehepaar mittleren Alters mit zwei halbwüchsigen Gören, die kichernd und tuschelnd zu den jungen Männern blicken. Gerade bringt die Bedienung das Essen, einen gefüllten großen Teller und vier leere kleinere, samt Bestecken. Drei saftige Hirschrückenmedaillons mit hellbrauner Nußkruste gekrönt, gruppieren sich um grünen Rahmwirsing. Das Ensemble ist garniert mit längsgeschnittenen, glasierten Karotten. Aus der hellbraunen Soße spitzen vorwitzig rote Preiselbeeren. Auf dem Tellerrand steht in grünen Schriftzügen ‘Landgasthof Hubertus’.
“Wenn wir unseren nächsten Wehrsold bekommen”, sagt Pflüger mit unterdrückter Stimme, den verführerischen Bratenduft schnuppernd, “dann investiere ich einiges für so einen Hirschrücken.”
“Gute Idee”, stimmen ihm Hübner und Rossner ihm wie aus einem Mund zu.
Als sie zum Fliegerhorst zurückgekehrt sind bereitet Rossner die Pilze zu. Es wird wahrhaftig eine köstliche Schlemmerei …

Soweit der Ausschnitt aus dem Manuskript. Damals wie heute gehört Wildbret zu den Spezialitäten des Hauses, das nach wie vor von der Familie Petrich geführt wird. In der Küche herrscht Thomas Petrich.

Landgasthof Hubertus
Wenglinger Str. 2
87674 Apfeltrang

www.hubertus-apfeltrang.de