Mindelheim (Fortsetzung)

Der berühmteste Sohn der Stadt ist zweifellos der Ritter Georg von Frundsberg, dessen erzernes Standbild an einer Ecke des Rathauses angebracht ist. Er wurde 1473 auf der hoch über der Stadt aufragenden Mindelburg geboren und starb dort 1528. Frundsberg war der berühmteste Landsknechtführer seiner Zeit, unter Kaiser Karl V. Im Jahr 1527 zog er im Auftrag des Kaiser sogar gegen Rom. Bei dem Vormarsch auf die Ewige Stadt verließ den alten Raufbold und Haudegen jedoch das Glück. Das Geld ging ihm aus, um seine Landsknechte zu bezahlen. Bei der ganzen Aufregung darüber traf ihn auch noch der Schlag! Vielleicht hätte er sich einmal vertrauensvoll an einen Berater seiner Hausbank wegen eines Kredites wenden sollen? Heutzutage könnte man das nicht mehr empfehlen, damals aber schon. Was geschah nun weiter mit Frundsberg? Ein paar treue Mitalbeiter schafften ihren halbtoten Vorgesetzten den weiten Weg von Italien über die Alpen in die Heimat zurück, so daß er friedlich auf seinem Stammsitz, der Mindelburg, sterben konnte.
Was waren  das doch damals für zähe Kerle!

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