Wolfegg

Die Daten von Wolfegg:
Bundesland: Baden-Württemberg
Höhe: 672m ü. NN
Fläche: 39,49km²
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Postleitzahl: 88364
Vorwahl: 07527
Kfz-Kennzeichen: RV
Internetseite: www.wolfegg.de

Achthundert Jahre ist er alt, der Luftkurort Wolfegg, und er hat einiges zu bieten, alt und neu. An prominenter Stelle steht das vierflügelige Renaissanceschloss mit den Ecktürmen aus dem 16./17. Jahrh., das noch heute von den Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee bewohnt wird. Das Schloss wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Burg erbaut. Im barocken Rittersaal (17./18. Jahrh.) stehen die monumentalen Ahnenplastiken aus Holz. Ende Juni finden dort die Internationalen Wolfegger Konzerte statt. Im September folgen die Internationalen Festspiele Baden-Württemberg. Der bekannte Motorjournalist Fritz W. Busch hat im Sennstadel des Schlosses ein sehenswertes Automobilmuseum mit über einhundert Oldtimern eingerichtet. Zu Füßen des Schlossberges liegt das Bauernhaus-Freilichtmuseum. Dort haben verschiedene alte Häuser aus Oberschwaben und dem Westallgäu eine neue Heimat gefunden. Alte Techniken werden dort vorgeführt. Es gibt auch ein Museumswirtshaus, das sogenannte ‘Fischerhaus‘. Sehenswert ist auch die ‘Alte Pfarr‘, die bereits 861 erwähnte romanische Kirche. Sie entging im 18. Jahrh. nicht der Säkularisation und musste lange Zeit als Stall herhalten. Vor einigen Jahren hat man sie sorgfältig restauriert und nun finden verschiedene Veranstaltungen dort statt. Die ehemalige fürstliche Stiftskirche und heutige Pfarrkirche St. Katharina ist innen reich ausgestattet. Erbaut hat sie Johann Georg Fischer zwischen 1733 und 1742. Die Stuckarbeiten führte der Wessobrunner Meister Johann Schütz durch. Einige Bilder stammen von Caspar de Crayer, einem Rubensschüler. Einen herrlichen Ausblick auf die Alpen hat man von der auf einem Moränenhügel am Ortsrand an der Straße nach Rötenbach stehenden Loretokapelle (1668). Empfehlenswert sind auch Wanderungen ins Naturschutzgebiet Wolfegger Achtal.

Kisslegg

Die Daten von Kisslegg:
Bundesland: Baden-Württemberg
Höhe: 661m ü. NN
Fläche: 92,4km²
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Postleitzahl: 88353
Vorwahl: 07563
Kfz-Kennzeichen: RV
Internetseite: www.kisslegg.de

Der Luftkurort Kisslegg oder Kißlegg hat, entgegen der Meinung von Spöttern, keine englischen Wurzeln (siehe “kiss” und “leg”). Vielmehr entstand der Ort im Jahre 824 aus einer Mönchssiedlung namens Ratboticella. Der Name Kiselegge kam 1227 auf. Das Marktrecht erhielt der Ort 1394. Über mehrere Besitzer kam Kisslegg an das Haus Waldburg-Zeil-Wurzach. Das Städtchen mit seinen beiden Ortsteilen Immenried und Waltershofen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße. Die Truchsesse von Waldburg errichteten zwei Schlösser. Das alte Schloß, ein spätmittelalterlicher Bau, enthält Wandmalereien von 1580. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Das barocke Neue Schloß wurde unter der Leitung von Johann Georg Fischer zwischen 1721 und 1727 errichtet. Das Schloß gehört heute der Gemeinde. Die Schloßkapelle wurde 1730 gebaut. Es schließt sich ein Park im englischen Landschaftsstil an. Der unermüdliche Johann Georg Fischer stattete auch die frühgotische St. Gallus- und Ulrichkirche, mit dem mächtigen Tonnengewölbe, mit barocken Elementen aus. Die üppigen Stuckarbeiten stammen von den Wessobrunner Künstlern Johann Schütz und Joseph Wagner. Für Freunde des Wassersports empfiehlt sich das Strandbad Obersee, und natürlich auch der Zeller See.

Marktoberdorf

Die Daten von Marktoberdorf:
Bundesland: Bayern
Höhe: 727–790m ü. NN
Fläche: 95,25km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Postleitzahl: 87616
Vorwahl: 08342
Kfz-Kennzeichen: OAL
Internetseite: www.marktoberdorf.de

Man sieht es Marktoberdorf auf den ersten Blick nicht an, daß das Städtchen ein bedeutender Industriestandort für landwirtschaftliche Maschinen ist. Außerdem befindet sich in der Stadt seit 1963 auch noch der Verwaltungssitz des Landkreises Ostallgäu. Gleich südlich von Marktoberdorf hat man, so das Wetter mitspielt, einen sagenhaften Blick auf das beeindruckende Panorama der Alpen. Von dort aus ist es auch nur ein Katzensprung zu den beliebten Badeplätzen am Kuhstallweiher und Ettwieser Weiher. Seit dem Mittelalter hatten die Fürstbischöfe von Augsburg in Markt Oberdorf das sagen (1453 Marktrecht). An alten Gebäuden ist vor allem die herrliche, ehemals gotische Barockkirche Hl. Kreuz und St. Martin hervozuheben. Der Pfarrkirche wurde 1732-1738 von dem berühmten Baumeister Johann Georg Fischer ihre heutige Form verliehen. Das direkt neben der Pfarrkirche stehende ehemalige Jagdschloß der Augsburger Bischöfe wurde ebenfalls nach Plänen Fischers errichtet. Seit 1985 befindet sich dort die II. Bayerische Musikakademie. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Alte Rathaus wurde 1723 umgebaut. Sehenswert sind auch das Stadtmuseum und das Riesengebirgsmuseum.