Oy-Mittelberg

Die Daten von Oy-Mittelberg:
Bundesland: Bayern
Höhe: 929m ü. NN
Fläche: 60,24km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Postleitzahl: 87466
Vorwahl: 08366
Kfz-Kennzeichen: OA
Internetseite: www.oy-mittelberg.de

Anwendungen nach dem berühmten Pfarrer Sebastian Kneipp können in dem Kneipp-Luftkur-Doppelort ‘genossen’ werden. Die ersten ‘Sommerfrischler’ kamen übrigens bereits zu Beginn des 20. Jahrhs. in die 1182 beziehungsweise 1227 schon erwähnten Orte. Diese waren Stationen an der alten Salzstraße, die von Tirol zum Bodensee führte. Abgesehen von der herrlichen Landschaft gibt es drei sehenswerte Gotteshäuser. Da wäre zuerst einmal die gotische Pfarrkirche St.Michael in Mittelberg von 1335, die 1769 barockisiert wurde. Sie enthält sehenswerte Fresken, sowie ein wertvolles Gemälde (1769) von Franz Anton Zeiller, der aus Reutte in Tirol stammte. In dem östlich gelegenen Maria-Rain steht die Wallfahrtskirche Zu unserer Lieben Frau, aus dem Jahr 1496, die im 17. und 18. Jahrhundert Umbauten erfuhr. Die ursprünglich gotische Pfarrkirche St.Peter und Paul liegt westlich, in Petersthal. Sie wurde 1699 und 1755 barockisiert. Neben den sehenswerten Deckenfresken gibt es auch noch eine wertvolle Prozessionsfigur von etwa 1310, die Jesus Christus auf dem Palmesel darstellt.

Ottobeuren

Die Daten von Ottobeuren:
Bundesland: Bayern
Höhe: 660m ü. NN
Fläche: 55,85km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Postleitzahl: 87724
Vorwahl: 08332
Kfz-Kennzeichen: MN
Internetseite: www.ottobeuren.de

Der Kneippkurort Ottobeuren kann es wohl kaum verleugnen, daß er sich in engem Kontakt mit dem imposanten Kloster, dessen Äbten und Mönchen entwickelt hat. Diese ungeheure üppige barocke Pracht zum Lob des Herrn in der Benediktinerklosterkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Ottobeuren, zeugt von der tiefen Frömmigkeit der Bewohner dieses hügeligen Bauernlandes zwischen Memmingen und Kaufbeuren. Allein der Fakt, daß in diesem Gotteshaus drei Orgeln stehen, läßt die gewaltigen Dimensionen des Innenraumes erahnen. Über 1 200 Jahre steht das Benediktinerkloster bereits, genauer gesagt, es wurde im Jahre 764 gegründet. Die ersten Mönche kamen wohl vom Kloster Reichenau oder auch aus St. Gallen. Ab dem 11. Jahrhundert begann die erste große Blütezeit des Klosters, obwohl im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrer Feuer die Bauten einäscherten. Die Reformation, die Bauernkriege und der 30jährige Krieg brachten schwere Bedrohungen mit sich. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine neue Blüztzeit ein. Die heute noch existierende, gewaltige schloßähnliche Anlage wurde 1766 fertiggestellt. Die beiden Türme sind 82 Meter hoch, die Kirche ist knapp 90 Meter lang. Das gewaltige Langhaus besitzt mit üppigem Stuckwerk versehene hochaufsteigende Arkaden, die Deckengewölbe sind mit farbenprächtigen Fresken ausgestattet. 1802 schien des Ende des Klosters gekommen zu sein: Während der Säkularisation wurde es aufgelöst. Doch bereits 1834 ließ König Ludwig (!) das Klosterleben wieder neu erwachen. Hinzu kommen heute die bekannten Orgel- und Kammerkonzerte in Kirche und Kaisersaal.