Nesselwang

Die Daten von Nesselwang:
Bundesland: Bayern
Höhe: 867m ü. NN
Fläche: 29,53km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Postleitzahl: 87484
Vorwahl: 08361
Kfz-Kennzeichen: OAL
Internetseite: www.nesselwang.de

Der 850 m hoch gelegene Luftkurort und Wintersportplatz Nesselwang ist ein sehr beliebtes Ferienziel. Glücklicherweise ist durch den Bau der Autobahn A 7 die Verkehrsbelastung erheblich zurückgegangen. Der Ort gehörte seit 1344 zum Hochstift Augsburg, und besitzt seit 1429 Marktrecht. Später gab es noch eine Salzniederlage. 1635 brannte Nesselwang ab. Die nahe gelegene Nesselburg, deren Herren 1302 erstmalig erwähnt wurden, wurde während der Bauernkriege zerstört und nicht mehr wieder aufgebaut. Die Pfarrkirche St. Andreas, ein imposanter neubarocker Bau (1904-1906) ist sehenswert. Der Kirchturm stammt übrigens vom Vorgängerbau aus dem Jahr 1748. Nördlich von Nesselwang liegt die barocke Kirche Maria Trost, auf dem 1123 m hohen Wanker, ein berühmter Wallfahrtsort. Sie wurde ursprünglich um 1660 als Kapelle konzipiert und ist Chor der heutigen Kirche. Letztere wurde bis 1725 in ihrem jetzigen Umfang errichtet. Interessant ist der Ursprung der Wallfahrt. Das Original des Muttergottesbildes, dessen Kopie sich in der Wallfahrtskirche befindet, wurde 1633 nach einem Brand im niederbayerischen Regen gefunden und nach Nesselwang gebracht. Dort bewahrte man es in einer Holzkapelle auf. Es entwickelte sich zum beliebten Wallfahrtsziel. 1732 brachte man das Bild schließlich in die Kirche Maria Plain in Salzburg. Nesselwang ist übrigens auch ein berühmter Viehscheid-Ort. Vielerlei Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten werden geboten. Das Wandergebiet an der Alpspitze und am Edelsberg (beide knapp über 1600 m hoch) ist recht beliebt. Bademöglichkeiten gibt es am Kögelweiher, Attlesee und Alpspitz-Bade-Center. Ach ja, aus Nesselwang stammt übrigens Franz Keller, Olympiasieger in der Nordischen Kombination von 1968 in Grenoble.

Pfronten

Die Daten von Pfronten:
Bundesland: Bayern
Höhe: 853m ü. NN
Fläche: 62,22km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Postleitzahl: 87459
Vorwahl: 08363
Kfz-Kennzeichen: OAL
Internetseite: www.pfronten.de

Die alte Talschaft Pfronten bestand ursprünglich aus 13 voneinander unabhänigen, weit auseinanderliegenden Dörfern. Heute ist Pfronten Luftkurort und größter Ferien- und Wintersportort im Ostallgäu (’Alpenbad Pfronten’, Eissporthalle, Lifte, Loipen usw.). Der Hausberg Pfrontens, der Breitenberg ist übrigens ein Eldorado der Gleitschirmflieger. Pfronten liegt im Schatten der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands, der Falkenstein (1 268m). Die Aussicht von hier oben ist übrigens traumhaft, bei schönem Wetter, versteht sich. Man hätte möglicherweise Schwangau den Rang ablaufen können, denn König Ludwig II. hatte vor, die Falkenstein noch imposanter auszubauen als Neuschwanstein. Beinahe hätte es ein weiteres Märchenschloß gegeben, aber die Regierung des Königreiches Bayern drehte ihrem bauwütigen Monarchen jedoch schnöde den Geldhahn zu, bevor der wieder loslegen konnte. Diese Maßnahme bedauert mancher Pfrontener sicher heute noch. Den Augsburger Bischöfen gehörte seit 1047 die Falkenstein mit dem Tal. Die ansässigen Bauern konnten ihre Stellung als ‘Freie Gotteshausleute’ während des gesamten Mittelalters halten, die ihnen von den dankbaren Bischöfen verliehen worden war. Obwohl sie an den Bauernkriegen nur kurz und unter Zwang teilnahmen, verloren sie ihre Sonderstellung 1459 im “Prontener Göttlichen Recht“. Das markanteste Gebäude des Tals ist die barocke Pfarrkirche St. Niikolaus in Berg. In Kappel steht die gotische Martinskirche. An Industrie wäre ein weltbekannter Maschinenbauer hervorzuheben.

Ottobeuren

Die Daten von Ottobeuren:
Bundesland: Bayern
Höhe: 660m ü. NN
Fläche: 55,85km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Postleitzahl: 87724
Vorwahl: 08332
Kfz-Kennzeichen: MN
Internetseite: www.ottobeuren.de

Der Kneippkurort Ottobeuren kann es wohl kaum verleugnen, daß er sich in engem Kontakt mit dem imposanten Kloster, dessen Äbten und Mönchen entwickelt hat. Diese ungeheure üppige barocke Pracht zum Lob des Herrn in der Benediktinerklosterkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Ottobeuren, zeugt von der tiefen Frömmigkeit der Bewohner dieses hügeligen Bauernlandes zwischen Memmingen und Kaufbeuren. Allein der Fakt, daß in diesem Gotteshaus drei Orgeln stehen, läßt die gewaltigen Dimensionen des Innenraumes erahnen. Über 1 200 Jahre steht das Benediktinerkloster bereits, genauer gesagt, es wurde im Jahre 764 gegründet. Die ersten Mönche kamen wohl vom Kloster Reichenau oder auch aus St. Gallen. Ab dem 11. Jahrhundert begann die erste große Blütezeit des Klosters, obwohl im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrer Feuer die Bauten einäscherten. Die Reformation, die Bauernkriege und der 30jährige Krieg brachten schwere Bedrohungen mit sich. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine neue Blüztzeit ein. Die heute noch existierende, gewaltige schloßähnliche Anlage wurde 1766 fertiggestellt. Die beiden Türme sind 82 Meter hoch, die Kirche ist knapp 90 Meter lang. Das gewaltige Langhaus besitzt mit üppigem Stuckwerk versehene hochaufsteigende Arkaden, die Deckengewölbe sind mit farbenprächtigen Fresken ausgestattet. 1802 schien des Ende des Klosters gekommen zu sein: Während der Säkularisation wurde es aufgelöst. Doch bereits 1834 ließ König Ludwig (!) das Klosterleben wieder neu erwachen. Hinzu kommen heute die bekannten Orgel- und Kammerkonzerte in Kirche und Kaisersaal.