Erstellt am 05.04.2009 09:39 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Alpen, Augsburger Bischöfe, Barockkirche, Ettwieser Weiher, Fürstbischöfe, gotische, II. Bayerische Musikakademie, Industriestandort, Jagdschloß, Johann Georg Fischer, Kuhstallweiher, Marktoberdorf, Marktrecht, Maschinen, Mittelalter, Ostallgäu, Pfarrkirche, Verwaltungssitz
| Die Daten von Marktoberdorf: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
727–790m ü. NN |
| Fläche: |
95,25km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Ostallgäu |
| Postleitzahl: |
87616 |
| Vorwahl: |
08342 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OAL |
| Internetseite: |
www.marktoberdorf.de |
Man sieht es Marktoberdorf auf den ersten Blick nicht an, daß das Städtchen ein bedeutender Industriestandort für landwirtschaftliche Maschinen ist. Außerdem befindet sich in der Stadt seit 1963 auch noch der Verwaltungssitz des Landkreises Ostallgäu. Gleich südlich von Marktoberdorf hat man, so das Wetter mitspielt, einen sagenhaften Blick auf das beeindruckende Panorama der Alpen. Von dort aus ist es auch nur ein Katzensprung zu den beliebten Badeplätzen am Kuhstallweiher und Ettwieser Weiher. Seit dem Mittelalter hatten die Fürstbischöfe von Augsburg in Markt Oberdorf das sagen (1453 Marktrecht). An alten Gebäuden ist vor allem die herrliche, ehemals gotische Barockkirche Hl. Kreuz und St. Martin hervozuheben. Der Pfarrkirche wurde 1732-1738 von dem berühmten Baumeister Johann Georg Fischer ihre heutige Form verliehen. Das direkt neben der Pfarrkirche stehende ehemalige Jagdschloß der Augsburger Bischöfe wurde ebenfalls nach Plänen Fischers errichtet. Seit 1985 befindet sich dort die II. Bayerische Musikakademie. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Alte Rathaus wurde 1723 umgebaut. Sehenswert sind auch das Stadtmuseum und das Riesengebirgsmuseum.
Erstellt am 01.04.2009 09:48 Uhr in Städte mit keinem Kommentar
Schlagworte Alpenbad Pfronten, Augsburger Bischöfe, Bauernkriege, Breitenberg, Burgruine, Eissporthalle, Falkenstein, Ferien- und Wintersportort, Gleitschirmflieger, Hausberg, König Ludwig II., Königreiches Bayern, Loipen, Luftkurort, Mittelalter, Monarch, Ostallgäu, Pfronten, Schwangau, Talschaft
| Die Daten von Pfronten: |
| Bundesland: |
Bayern |
| Höhe: |
853m ü. NN |
| Fläche: |
62,22km² |
| Regierungsbezirk: |
Schwaben |
| Landkreis: |
Ostallgäu |
| Postleitzahl: |
87459 |
| Vorwahl: |
08363 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OAL |
| Internetseite: |
www.pfronten.de |
Die alte Talschaft Pfronten bestand ursprünglich aus 13 voneinander unabhänigen, weit auseinanderliegenden Dörfern. Heute ist Pfronten Luftkurort und größter Ferien- und Wintersportort im Ostallgäu (’Alpenbad Pfronten’, Eissporthalle, Lifte, Loipen usw.). Der Hausberg Pfrontens, der Breitenberg ist übrigens ein Eldorado der Gleitschirmflieger. Pfronten liegt im Schatten der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands, der Falkenstein (1 268m). Die Aussicht von hier oben ist übrigens traumhaft, bei schönem Wetter, versteht sich. Man hätte möglicherweise Schwangau den Rang ablaufen können, denn König Ludwig II. hatte vor, die Falkenstein noch imposanter auszubauen als Neuschwanstein. Beinahe hätte es ein weiteres Märchenschloß gegeben, aber die Regierung des Königreiches Bayern drehte ihrem bauwütigen Monarchen jedoch schnöde den Geldhahn zu, bevor der wieder loslegen konnte. Diese Maßnahme bedauert mancher Pfrontener sicher heute noch. Den Augsburger Bischöfen gehörte seit 1047 die Falkenstein mit dem Tal. Die ansässigen Bauern konnten ihre Stellung als ‘Freie Gotteshausleute’ während des gesamten Mittelalters halten, die ihnen von den dankbaren Bischöfen verliehen worden war. Obwohl sie an den Bauernkriegen nur kurz und unter Zwang teilnahmen, verloren sie ihre Sonderstellung 1459 im “Prontener Göttlichen Recht“. Das markanteste Gebäude des Tals ist die barocke Pfarrkirche St. Niikolaus in Berg. In Kappel steht die gotische Martinskirche. An Industrie wäre ein weltbekannter Maschinenbauer hervorzuheben.