Kaufbeuren (Teil 2)

Die Vertretung der Bürger, der “Rat”, mit dem Bürgermeister an der Spitze, bestimmte von nun an die Politik der Stadt. Die Hauptstützen der Wirtschaft waren neben dem Handel die Textilbetriebe, die Herstellung von Rüstungen und Feuerwaffen und die Papierherstellung. Die Zeiten waren aber nicht immer nur friedlich und so hatte Kaufbeuren im 14. Jahrh. drei Belagerungen durchzustehen, die aber allesamt glimpflich ausgingen. Von Feuersbrünsten und der Pest blieb die Stadt jedoch ebenso wenig verschont wie andere Gemeinwesen im Mittelalter. Die schlimmsten Heimsuchung gab es aber im 30jährigen Krieg (1618-1648). Mehrmals plünderten kaiserliche und schwedische Scharen abwechselnd die Stadt. Damit nicht genug, denn 1627/28 gab es wieder eine Pestepidemie, die fast 80% der Bevölkerung dahinraffte. Kaufbeuren erholte sich lange nicht von diesen Schicksalsschlägen. Aber das ging vielen Städten auch so. Gegen Ende des 18. Jahrhs. wurde der mechanische Webstuhl erfunden, was der Textilbranche der Stadt enormen Schaden zufügte.. Zu Beginn des 19. Jahrh. war es dann auch vorbei mit den Privilegien einer Freien Reichsstadt, als im September 1802 bayerische Truppen einmarschierten.

Author: Peter M. Roese

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