Geschichte

Die ersten Besiedelungsspuren finden sich im Allgäu in der Zeit um 1200 v. Chr. Das Volk der Illyrer besiedelt vor allem den Ostalpenraum, vom Balkan her kommend und läßt sich daher vor allem anhand von Garbfunden im Ostallgäu nachweisen. Die Illyrer-Stämme werden um 500 v. Chr. von keltischen Stämmen vertrieben, die von Westen her das Allgäu besiedeln, hier treten vor allem die Stämme der Estionen und Likatier hervor. Ca.15 v. Chr. wird die Gegend dem Römischen Imperium einverlaibt und gehört fortan der Provinz Rätien an. “Cambodunum” , heute besser bekannt als Kempten wird römische Garnisonsstadt. 32 Jahre später wird eben dieses “Cambódunoum” von dem griechischen Geographen Strabo zum ersten mal erwähnt als keltische Stadt nördlich der Alpen. Nachdem das Römische Reich immer mehr verfällt durchbrechen in 233 n. Chr. zum ersten Mal Alemannen und Sueben den Limes und gelangen so auch ins Allgäu. 488 n. Chr. haben sie die Römer, deren inzwischen christliches Reich fast gänzlich am Ende ist, soweit zurückgedrängt, dass diese sich vollkommen aus der Region zurückziehen. Den Befehl dazu gibt der römische Feldherr Odoaker, der die Truppen benötigt, um das Vorrücken der Ostgoten auf Rom zu verhindern. Mit den Truppen gehen auch nach verschiedenen Predigten des Heiligen Severin viele romanische Siedler in das römische Stammland zurück. Die Alemannen eignen sich die verlassenen Ländereien an und besiedeln das Allgäu so erneut. Nachdem die Alemannen eine Verwaltung installiert haben wird das Allgäu in verschiedene Gaue eingeteilt. Im 7. Jahrhundert werden dann auch die Alemannen unterworfen und zwar von den Franken, die das keltische Volk christianisieren. 817 kommt es zur ersten urkundlichen Erwähnung der Alpenregion “Albigauge” mit der das Allgäu gemeint ist. Eine spätere Bezeichnung lautet “Albigoi”.

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