Heimweh nach Oberstdorf

Tourismus Oberstdorf lanciert neue Marketing-Maßnahmen im Bereich Empfehlungsmarketing

„Heimweh nach Oberstdorf“ ist der Titel der neuen Empfehlungsmarketing-Kampagne von Tourismus Oberstdorf. Mit Hilfe des Web 2.0 sollen Stammgäste Urlaubserinnerungen teilen und neue Gäste über die Urlaubsmöglichkeiten in Oberstdorf informiert werden.

Seit der erfolgreichen Entwicklung des Web 2.0 nimmt das Empfehlungsmarketing im Tourismus eine immer größere Rolle ein. Positive Empfehlungen sind weit mehr wert als jede klassische Anzeigenschaltung. Durch die Vielfalt der sozialen Netzwerke werden die Bewertungen von Gästen auf zahlreichen Kanälen gehört, empfangen und auch als glaubwürdig empfunden. Egal, ob Videos des Urlaubs-Domizils auf Youtube, Informationen über Urlaubsaktivitäten über Facebook oder die Meldung über ein leckeres Abendessen über Twitter – Die Sender dieser Botschaften sind Multiplikatoren für die Destination Oberstdorf und verbreiten ihre Begeisterung weiter. Aus diesem Grund wurde die Kampagne „Heimweh nach Oberstdorf“ mit verschiedenen Maßnahmen realisiert. Mit Hilfe eines einfachen Flyers sollen Gäste von ihren Gastgebern auf die Möglichkeiten des Web 2.0 hingewiesen und motiviert werden, diese Plattformen auch zu nutzen und so die Gründe für ihr „Heimweh nach Oberstdorf“ weiterzugeben. Den Flyer stellt Tourismus Oberstdorf allen Gastgebern kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich werden auf der Domain www.oberstdorf.de/heimweh alle Mitteilungen von sozialen Netzwerken gesammelt und dargestellt. Die Gestaltung des Flyers und der Homepage orientiert sich bewusst an Werbemitteln vergangener Zeiten, um den Kontrast des klassischen Empfehlungsmarketing, das schon in früheren Zeiten über Hausprospekte oder Postkarten betrieben wurde, und dem modernen Web 2.0 zu betonen. Der Startschuss zu „Heimweh nach Oberstdorf“ fiel am 20.7.2011 im Oberstdorf Haus. Hier wurden die von Tourismus Oberstdorf und Peter Traskalik (Tramino) gemeinsam entwickelten Maßnahmen den Oberstdorfer Gastgebern präsentiert. Im Vorfeld referierte Florian Bauhuber, Geschäftsführer von Tourismuszukunft, über die Möglichkeiten und die zunehmende Bedeutung des Web 2.0 im Tourismus.

Die Kampagne „Heimweh nach Oberstdorf“ stellt nach der Ernennung einer Social Media-Managerin sowie dem Redesign von oberstdorf.de im Stil des Web 2.0 (Kommentare für alle Inhalte, Gastgeberbewertung) im vergangenen Jahr und der Oberstdorfer WebApp im Frühjahr 2011 einen weiteren Schritt in Richtung Oberstdorf und Web 2.0 dar.

Mathias Müller alias Meddi Müller

Biografie Meddi Müller

Geboren 1970 in Frankfurt am Main als Mathias Müller. „Meddi“ ist ein Spitzname aus Kindergartenzeiten, den fast alle außer seiner Mutter heute benutzen. Ein Frankfurter Bub, der sein Leben im dörflichen Norden der Stadt verbracht hat und wo er heute noch lebt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seit 1995 verdient er seinen Lebensunterhalt als Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt.
Ende der 1990er Jahre hat er mit dem Schreiben angefangen, nachdem er bemerkte, dass er seine eigene Sprache fast verlernt hatte. Ursprünglich wollte er einen Wirtschaftskrimi schreiben, doch die Story war zu dünn. 2000 kam ihm dann Arthur, der fahrende Händler aus dem 17. Jahrhundert, in den Sinn. Er schrieb seine Geschichte auf. Nachzulesen im Roman „Der Gewürzhändler zu Frankfurt“ der im Mai 2008 im Röschen Verlag des Frankfurter Krimiautoren Frank Demant (Autor u.a. der Bücher „Tod im Eppelweinexpress“, „Immer horche immer gucke“ und „Geiseldrama in Dribdebach“) erschienen ist. Ursprünglich wollte Meddi Müller gar keine Veröffentlichung erreichen, doch dann dachte er sich: „Wäre schön, mal in den Buchladen zu gehen und das Buch bestellen zu können.“
Nach langer und frustrierender Suche nach einem Verlag hat es 2008 endlich geklappt. Nur, dass das Buch nun schon auf dem Tisch liegt und man es nicht extra bestellen muss. Bisher hat sich der „Gewürzhändler“ ca. 3.000 Mal im Rhein Main Gebiet verkauft.
Im Mai 2009 hat Müller seinen zweiten historischen Roman „Der Türmer“ ebenfalls im Röschen Verlag veröffentlicht. Bisher konnten hiervon ca. 1800 Exemplare verkauft werden. Das Buch ist ein Krimi aus der vorletzten Jahrhundertwende, bei dem der Türmer des Frankfurter Domes (damals ein Feuerwehrmann) eine Leiche im Glockenturm des Domes findet. Als er die Polizei holt und zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden und der Türmer ermittelt auf eigene Faust, da man ihm nicht glaubt.
Ende 2009 hat Meddi Müller seinen dritten historischen Roman „Der falsche Fürst“ (Arbeitstitel) fertiggestellt, der nun ins Lektorat geht und im Sommer 2010 im Verlag Regiokom erschienen soll. In diesem Buch wird die Karriere eines Kriminellen erzählt. Es spielt ebenfalls in Frankfurt im 17.Jahrhundert. Mehr über Meddi Müller und seine Bücher findet man auf www.leserun.de. Er ist
Mitglied der Autorenvereinigungen FAUST (Frankfurter AutorenSTimme) und Quo Vadis. Außerdem hat er in den letzten Jahren ca. 40 Lesungen im gesamten Rhein Main Gebiet abgehalten. Darüber hinaus hatte er einen Auftritt in Zug/Schweiz auf der dortigen Lesebühne.
Von 2006 bis 2008 hatte Meddi Müller einen eigenen kleinen Verlag namens Edition Leserunde, in dem insgesamt 14 Anthologien verschiedener Genres erschienen sind. Er hat zahlreiche Kurzgeschichten geschrieben und in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften und im Internet veröffentlicht. Einige davon gibt es in seinem Buch „Zwischenmahlzeit“ zu bewundern.

Weblinks:
Homepage
Der Türmer
Der Gewürzhändler zu Frankfurt
Zwischenmahlzeit

Schneekristallwochen in Oberstdorf

Unter dem Motto Schneekristallwochen in Oberstdorf kann man, während man den Schnee erlebt, auch noch viele Vorteile im Bergdorf im Zentrum der Allgäuer Alpen wahrnehmen. Dies gilt speziell für die Zeit vom 9. Januar bis 6. Februar 2010 und vom 6. März bis 11. April 2010. Beim Alpinkristall gibt es für die Zweiländer-Skiregion Oberstdorf/Kleinwalsertal den für 6 Tage gültigen Skipaß. Auch der Wanderer kommt auf seine Kosten, mit der Wanderkristallpauschale. Die Langlauf-Fans können sich während der Langlaufkristallwoche vergnügen. Ob sonnenhungrige Skifahrer, die sich auf 120 Kilometern präparierter Pisten tummeln können oder Bergwanderer, für jeden ist etwas dabei. Das Highlight für Skifahrer bietet das Gebiet Fellhorn-Kanzelwand mit dem 2 240 Meter hohen Nebelhorn. Es ist das höchstgelegendste Skigebiet in den Allgäuer Alpen. Die Gastronomie in Oberstdorf ist, wie bekannt, über jede Kritik erhaben. In alpinem Ambiente wird alles geboten, um dem Gast unvergessliche Urlaubstage zu bereiten.

Herta Müller, Rumänien und Kaufbeuren

Die Berichte über die rumänien-deutsche Nobelpreisträgerin Herta Müller haben mich seltsam berührt, denn mit Rumänien und den einstmals dort zahlreichen deutschstämmigen Volksgruppen verbinden mich bemerkenswerte Erinnerungen. Da kommen wieder die Bilder hoch, wie zwei Freunde und ich im VW-Sambabus aus dem Iran und Anatolien kommend, im Spätsommer 1968 über Bulgarien nach Rumänien fuhren. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem die unglaubliche Gastfreundschaft der Rumäniendeutschen. Es verdient festgehalten zu werden, daß es um die gastfreundliche Aufnahme in Anatolien und im Iran ähnlich gut bestellt war. Wir, die wir als völlig Fremde abends ein Dorf erreichten, waren immer willkommen, egal wie arm die Leute waren – und die anatolischen und iranischen Bauern waren damals bitter arm! Ausgangspunkt der abenteuerlichen Reise war übrigens die heute nicht mehr existierende Shell-Tankstelle an der Mindelheimer Straße in Kaufbeuren im Allgäu …

Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Reisetagebuch:

In der Nähe von Sibiu, dem ehemaligen Hermannstadt, hatten wir uns verfranst. Da kam ein großes Gehöft in Sicht, vor dem ein paar Leute standen. Bevor ich mich richtig nach dem Weg erkundigen konnte, rief ein Mann: “Seid’s ihr Reichsdeutsche?” Diese Frage waren wir nun schon gewohnt. “Reichsdeutscher” ist gleich “Westdeutscher“, so einfach war das. Von den sozialistischen Brüdern in der DDR wollte man anscheinend nichts wissen. Ich bestätigte also, daß meine Freunde und ich aus Westdeutschland kämen. Da hellten sich die Mienen auf und man bat uns in das stattliche Wohnhaus, das heißt in die Küche, wie das so üblich war. Das Wohnzimmer blieb Familienfesten, wie Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, der Weihnachtsfeier usw. vorbehalten. Die Küche sah wieder einmal recht rustikal aus. Ein offener Herd, mit darüber hängenden Kesseln, Töpfen und Pfannen, ein langer Tisch mit einer gut zolldicken Platte, zwei Bänke und einige vom Alter gezeichnete Truhen bildeten das gesamte Mobiliar. Weitere Gegenstände, Taschen, Körbe und Kleidungsstücke hingen an Holzpflöcken, die man in die Wände getrieben hatte. Der Fußboden bestand aus gestampftem Lehm. Auf allem lag die Patina von Jahrhunderten.

Da es später Nachmittag war, fragten wir, wo wir eventuell übernachten könnten. Da bot man uns ein Nachtlager im duftenden Heuschober an. Ich hatte bemerkt, daß im Hof gleich zwei PKWs standen, die freundlichen Gastgeber konnten also nicht arm sein. Dies bestätigte sich hinterher. Von dem einst riesigen Anwesen hatten die Kommunisten zwar Felder, Wiesen und Wälder verstaatlicht, der Hof, die Scheunen, der große Gemüsegarten und eine Wiese, waren den Eigentümern jedoch geblieben. Es war ihnen auch erlaubt, zwei Kühe, ein paar Ziegen und jede Menge Hühner für den Privatgebrauch zu halten. Da konnte man auch ganz gut schummeln, denn der Bauer hatte noch eine Kuh und mehrere Ziegen bei ärmeren rumänischen Nachbarn untergebracht, wie er verschmitzt grinsend berichtete.

Trotz des augenscheinlich bescheidenen Wohlstandes wollen die Leute partout in den Westen, oder wie sie sich ausdrückten, “heim ins Reich”. Wir versuchten sie mit dem Argument, daß im Westen auch nicht alles Gold wäre was glänzt, davon abzubringen, jedoch vergeblich. Sie wollten einfach raus aus Rumänien. Sie konnten sich einfach nicht mit den Kommunisten identifizieren, die es zuließen, daß so viele der Landsleute ein schreckliches Schicksal erlitten hatten. Vor allem die Verschleppungen durch die Sowjets waren noch frisch in Erinnerung. Da nützte auch der Hinweis nichts, daß Staatspräsident Nicolae Ceausescu gerade eine vorsichtige Hinwendung zum Westen begonnen hatte.

Beitrag von Peter M.Roese

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