Nordafrika und die deutsche Vergangenheit (2)

Peter M. Roese Die Erlebnisse eines deutschen Soldaten in Libyen und in Ägypten … und anderswo …, festgehalten von Peter M. Roese (2. Teil)

Hier geht es weiter mit den Abenteuern des Albert Roese:

Da für die kommenden Tage ein Sandsturm angesagt war, beschloss man, dieses Naturereignis für die Flucht zu nutzen Ein solcher Sandsturm ist für diesen Zweck ideal, denn er behindert die Sicht etwaiger Verfolger und verweht sämtliche Fußspuren. Einer der eingeweihten Soldaten machte im letzten Moment einen Rückzieher und beschloss, lieber im Lager zu bleiben. Die anderen stiegen gegen 23 Uhr 30 in den Tunnel. Nach erfolgreicher Unterquerung der Stacheldrahtzäune trennte man sich, und der Stiefvater marschierte nach eingestellter Kompaßzahl in die Nacht hinaus. Im Morgengrauen grub er sich im Sand ein und zog eine mitgebrachte Decke über sich. So hoffte er der Tageshitze und einer möglichen Entdeckung zu entgehen. Allerdings setzte der angekündigte Sandsturm nicht ein, und so konnte man seine Fußspuren deutlich erkennen. Bei Sonnenaufgang bemerkte er prompt einen Araber, der tatsächlich seinen Fußspuren gefolgt war. Hinter dem Einheimischen tauchte auch schon ein Jeep auf, vollbesetzt mit englischen Soldaten. Sinnlos, da Widerstand zu leisten. Er gab auf. Nach einem Aufenthalt in einem Lager, das man speziell für entflohene und wieder eingefangene deutsche Kriegsgefangene eingerichtet hatte, ging es 1943 nach Suez, auf den Truppentransporter ‘Leopoldville’, der einige hundert Gefangene nach Durban in Südafrika brachte. Von dort transportierte man die Deutschen in ein Lager beim nahegelegenen Pietermaritzburg. Nach ein paar Wochen Aufenthalt dort ging es zurück nach Durban, wo der Truppentransporter ‘New Amsterdam’ auf der Reede lag. Mit den Gefangenen an Bord fuhr das Schiff nach Australien und dann weiter nach Neuseeland. Beide Male gab es für die Gefangenen keinen Landgang. Eine sechswöchige Seereise brachte die Kriegsgefangenen unter der Golden Gate Bridge hindurch nach San Francisco. Dort verfrachtete man sie in einen Zug, der über El Paso nach Dallas fuhr.Schließlich landeten sie im Prisoner of War Camp in Hearne, Texas.

Die erste Zeit ging es den deutschen Kriegsgefangenen recht gut. Sie konnten zum Schulunterricht gehen und einige Freizeitaktivitäten genießen. Ab dem 8.Mai 1945, das heißt nach der Kapitulation des Deutschen Reiches war es dann vorbei mit dem schönen Leben hinter Stacheldraht. Jetzt wehte ein rauherer Wind! Die Gefangenen mussten auf den Feldern arbeiten, Baumwolle pflücken und Entwässerungsgräben ausheben. Der Stiefvater hatte wieder Glück, denn er war Schneidermeister von Beruf, und da gab es im Lager genug für ihn zu tun. Er brauchte sich nicht mit Moskitos und Schlangen herumzuschlagen wie die anderen. Das ging so bis Ende 1945, als die Amerikaner die Gefangenen wieder in einen Zug verfrachteten und an den Mississippi transportierten. Von da aus ging es über Washington nach New York. Dort bestieg man Anfang 1946 eines jener legendären Liberty-Schiffe, von denen während des Krieges mehrere Tausend gebaut wurden. Ziel der Seereise war Liverpool in England. Mit Spannung erwarteten die Kriegsgefangenen, was weiter geschehen würde. Falls Sie jedoch gehofft hatten, daß es nun gleich weiter in die Heimat ginge, hatten sie sich getäuscht. Zunächst folgte ein Aufenthalt in einem weiteren Lager, bei Birkenhead am gegenüberliegenden Mersey-Ufer. Langsam bekamen die armen Kerle einen Stacheldrahtkoller. Im Juni 1947 winkte dann endlich die Freiheit. Man verlud die Gefangenen auf ein Schiff, das Cuxhafen ansteuerte, und von dort ging es mit der Bahn in ein Lager südlich von Hannover, wo schließlich die Entlassung erfolgte.

Romane von Peter M Roese: Afrika-Thriller “Nigeria Connection” u. Iran-Thriller “AFN Tehran” (www.rhombos.de). Bald erscheint auch das Kult-Buch “Allgäu Sixties” – die turbulenten 60er Jahre in Kaufbeuren und am Fliegerhorst.

Nordafrika und die deutsche Vergangenheit Teil 1

Nordafrika und die deutsche Vergangenheit

Peter M. Roese Die Erlebnisse eines deutschen Soldaten in Libyen und in Ägypten … und anderswo …, festgehalten von Peter M. Roese (1. Teil)

Aus gegebenem Anlass sollte darauf hingewiesen werden, daß die Deutschen ein besonderes Verhältnis zu Libyen haben. Aber wer erinnert sich sich noch daran, daß dieses Land während des 2. Weltkrieges Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen den Achsenmächten und den Alliierten war? Ein kurzer Blick zurück: In den Jahren 1911-1912, während des Türkisch-Italienischen Krieges, besetzte Italien die türkischen Provinzen Tripolitanien, Cyrenaika und Fezzan. Am 1.Januar 1935 wurden die Landesteile unter dem Namen ‘Libia Italiana’ vereint. Mit der Besetzung kehrte jedoch keine Ruhe ein, denn die Senussi-Bruderschaften leisteten heftigen Widerstand gegen die Italiener. Erst mit der Einnahme der Kufra-Oasen 1935 konnte der Widerstand gebrochen werden. Im 2. Weltkrieg kämpfte die deutsche Wehrmacht mit dem Afrikakorps unter General (später Feldmarschall) Erwin Rommel gemeinsam mit den Italienern gegen die Britische Armee. Anfang 1943 wurden die Deutschen und die Italiener aus Libyen nach Tunesien abgedrängt.

Nachdem die Italiener Ende 1940 schwere Niederlagen bei den Kämpfen mit den Engländern einstecken mussten, schickte Adolf Hitler am 9. Januar 1941 die ersten deutschen Truppen nach Libyen. In diesem Jahr kam auch mein Stiefvater Albert Roese (geb. 1914, gest. 2004) nach Libyen. Er hatte sich freiwillig zum Afrikakorps, genauer gesagt, zur 90.Leichten Infanteriedivision gemeldet. Die Freiwilligen fuhren mit dem Zug über den Brennerpaß nach Brindisi, bis ganz unten an die Stiefelspitze Italiens. Dort verlud man sie in eine stoffbespannte, dreimotorige Savoia-Marchetti-Transportmaschine mit der lustigen Bezeichnung Pipistrello, das heißt Fledermaus, die ohne Zwischenfälle in Benghazi landete. Mein Schwiegervater kam gleich zum Einsatz. Die Kämpfe wogten hin und her, gefahren wurde nach Kompaßzahl, die Wüste wurde zum Meer, in dem Rommels Verbände hin und her kreuzten. Rommel, der ‘Wüstenfuchs’ war überall, um seine Leute von vorne zu führen. Man lebte teilweise von den Schätzen eroberter feindlicher Nachschublager, und gondelte mit erbeuteten Fahrzeugen durch die Wüste. Es gab wenige Siedlungen .Deshalb waren die Namen Benghazi, Derna,Tobruk, Sollum usw.leicht zu merken.

Nachdem mein Stiefvater eine ganze Zeitlang unbeschadet in der Wüste umhergekrebst war, erwische es ihn dann doch noch im Oktober 1942 auf dem Vormarsch in Ägypten in der Qattara-Senke, kurz vor El Alamein. Er erhielt ein paar Granatsplitter in den Rücken und geriet in englische Gefangenschaft. Die Engländer behandelten ihn korrekt, und nach der Erstversorgung verlegte man ihn in ein Lazarett nach Alexandria. Nach seiner Genesung kam er in ein Kriegsgefangenenlager, das von Indern bewacht wurde. Dort hausten die Gefangenen zu je acht Mann in Zelten. Das Zelt, in dem mein Stiefvater lebte, befand sich nur etwa vier Meter von dem doppelreihigen Stacheldrahtzaun entfernt, der das Lager umgab. Nach langen Diskussionen beschlossen einige der Soldaten einen Fluchtversuch zu wagen. Nachts gruben sie mit Schüsseln unter der Feuerstelle ein zwei Meter tiefes Loch in den Wüstensand. Um den Sand zu verfestigen, hatte man ihn vorher tagelang mit Wasser begossen. In etwa zwei Metern Tiefe grub man einen ungefähr zwölf Meter langen, waagrechten Tunnel unter den Stacheldrahtzäunen hindurch. Der ausgehobene Sand wurde um das Zelt herum gleichmäßig verteilt.

Soweit der Text für heute. Wird die Flucht gelingen? Die Antwort findet sich im 2.Teil …

Romane von Peter M Roese: Afrika-Thriller “Nigeria Connection” u. Iran-Thriller “AFN Tehran” (www.rhombos.de). Bald erscheint auch das Kult-Buch “Allgäu Sixties” – die turbulenten 60er Jahre in Kaufbeuren und am Fliegerhorst.

Der Roman “Allgäu Sixties” von Peter M. Roese

Peter M. Roese

Peter M. Roese

Das Werk ist vollbracht:

Der Roman “Allgäu Sixties” von Peter M. Roese
über die 60er Jahre in Kaufbeuren und am Fliegerhorst

ist erschienen!

Hier kommt ein Stück Lokalgeschichte Kaufbeurens und des Allgäus! “Allgäu Sixties” ist nicht nur etwas für jene Junggebliebenen die sich gerne an die “wilden 60er” erinnern, mit den Beatles, den Stones und anderen unvergeßlichen Musikern, dem Minirock, der Pille, der freien Liebe, dem Vietnamkrieg, dem Schah von Persien und seine Farah Diba, Studentenrevolten usw. Es ist auch etwas für die Nachkommen, die endlich erfahren, was die Alten in den 60er Jahren so gertrieben haben. All dies ist eingebunden in die Geschichte des Luftwaffensoldaten Rossner, der seine Dienstzeit oben am Fliegerhorst ableistete. Da kam eine Gruppe junger Leute zusammen, Einheimische und Soldaten, sogar eine Band war dabei … die Caddy Group. Solche Konstellationen gab es seinerzeit überall in der BRD. Der Leser streift mit Rossner durch die malerischen Straßen und Gassen Kaufbeurens, und manchen Ort in der näheren oder ferneren Umgebung, wobei ihm vieles sicher bekannt vorkommt. Einige damals stark frequentierte Lokalitäten (oder “Kultstätten”!) wie die Ranch Bar, existierten heute nicht mehr, andere hingegen, wie zum Beispiel der Ringkeller, florieren weiterhin. Summa summarum ist “Allgäu Sixties” eine olivgrün angehauchte Hommage an Kaufbeuren und das Allgäu, gewürzt mit viel Sarkasmus und Ironie.

Aber nicht nur Kaufbeuren spielt in “Allgäu Sixties” eine Rolle, nein, auch andere Städte, wie zum Beispiel: Landsberg, Memmingen, Mindelheim, Marktoberdorf, Schongau, Füssen, Kempten, Oberstdorf und … und … und … Aber auch kleinere Orte wie Pforzen, Jengen, wo Rossner eine Zeitlang mit zwei Freunden in einem alten Austragshaus wohnte (war das eine Gaudi!), oder zB. Apfeltrang, Aitrang, Görisried, um nur einige zu nennen, spielen eine Rolle. Auch Ausflüge ins benachbarte Pinswang und Reutte in Tirol sind an der Tagesordnung. Einen besonderen Leckerbissen für “Revoluzzer” stellt Rossners Aufenthalt 1968 in München dar.

Da Rossner aus Franken stammt, lernt der Leser auch Neuhaus im schönen Pegnitztal kennen, das Rossner mit seinem Hippie-Bus besucht. Amüsante Schilderungen über Mengen in Württemberg, wo er seine Grundausbildung absolviert, und Diepholz bei Bremen, wo er zu einem Nachschublehrgang fliegt, runden das Bild ab.

Peter M. Roese “Allgäu Sixties” Lindemanns Bibliothek (www.infoverlag.de) ISBN 978-3-88190-630-2 (320 Seiten, 14,80 Euro)

Impressionen aus dem Jahr 1967 von Peter M. Roese

Peter M. RoesePeter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Hier eine Szene vom Sommer 1967, aus dem Manuskript “Allgäu Sixties“, als der Protagonist Rossner mit einigen Kameraden vom Fliegerhorst Kaufbeuren auf einer Fahrschulfahrt unterwegs ist …

Als sie ein andermal eine Fahrschulfahrt nach Kempten führt, fahren sie über Betzigau nach dem zwischen Kemptener Wald und Wertachtal malerisch gelegenen Görisried.
“Wir machen im Gasthof Zum Hirsch, der übrigens meinen Namen trägt, Mittagspause”, schlägt der Fahrlehrer Feldwebel Hirsch, der seinen Kollegen Meisner vertritt, seinen feixenden Fahrschülern vor. Dann fängt er an zu lachen. “Wissen Sie, das ist ulkig, der Wirt ist ein waschechter Berliner, den es in diese herrliche Ecke verschlagen hat. Die kulinarischen Spezialitäten beschränken sich auf Landjäger mit Gurke und Eisbein. Das schmeckt aber klasse.”

Gasthof Zum Hirsch

Gasthof Zum Hirsch

Sie erreichen den Kirchplatz in Görisried, wo der behäbige Gasthof steht. Der Obergefreite Wallner lenkt den Munga auf die gegenüberliegende Straßenseite, wo sich das Sommerhaus mit Biergarten befindet. Sie lassen sich an einem Tisch nieder, und geben bei der sogleich herbeieilenden Kellnerin ihre Bestellungen auf. Während sie genussvoll die einfache aber köstliche Mahlzeit zu sich nehmen, unterhalten sie sich.
“Ich muss sagen Herr Feldwebel”, stellt Rossner fest, nachdem er ein Paar Landjäger verdrückt hat, “Sie haben nicht übertrieben, es schmeckt prima.”
Die beiden anderen Fahrschüler stimmen Rossner zu.
“Das freut mich”, antwortet der Fahrlehrer. “Ich habe übrigens eine nette Geschichte über den Gasthof Zum Hirsch und dessen Wirt gehört. Zur Sperrstunde um Punkt Mitternacht muss das Wirtshaus schließen. Die Polizei kontrolliert das auch oft. Da hat der findige Wirt in der Wirtsstube einen Nagel halb in eine Wand hinein geschlagen. Kurz vor 24 Uhr fragt er dann üblicherweise die Gäste, ob sie noch etwas möchten. Sie erhielten das Bestellte. Die Folge war, wenn die Polizei kam, musste er Strafe bezahlen. Daraufhin kassierte der Wirt von jedem Gast zwei Mark ein, und heftete den Strafzettel an den Nagel.”

Soweit ein Ausschnitt aus dem Manuskript “Allgäu Sixties”. Heutzutage ist die Palette der Speisen wesentlich umfangreicher. Die Familie Knüsli hat so einige kulinarische Spezialitäten zu bieten. So lautet denn auch das Motto des Hauses: Wir verwöhnen Sie nach Allgäuer Art …

Gasthof Zum Hirsch
Kirchplatz 6
87657 Görisried

www.hirsch-goerisried.de

Impressionen aus dem Jahr 1968 von Peter M. Roese

Peter M. RoesePeter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

München 1968 … der Gasthof Weinbauer in Schwabing …

Der Protagonist Rossner absolviert im turbulenten Jahr 1968 einen Lehrgang in München. Er ist in Schwabing untergekommen, bei Karl, einem Studenten. Neben vielerlei Aktivitäten oder Happenings, die man auf Neudeutsch sit-in, go-in, teach-in, sleep-in und so weiter nennt, durchkämmen Rossner und Karl die Landeshauptstadt nach einschlägigen Lokalitäten. Hier ein entsprechender Auszug aus dem Manuskript “Allgäu Sixties” …

Gasthof Weinbauer bei München Ganz oben auf der Liste steht der Gasthof Weinbauer, ein gastronomisches Urgestein, in dem Eckhaus in der Fendtstraße, wo die Revoluzzer friedlich Seite an Seite mit Einheimischen in aller Ruhe ihr Bierchen schlürfen. Dunkle, holzgetäfelte Wände, Deckenbalken, eine typisch bayerische Wirtshauseinrichtung sorgen dafür, daß sich der Gast, wie die Münchner sagen, ’sauwohl’ fühlt. Und dann erst das Essen! Eine Spezialität des Hauses ist die Münchner Schlachtschüssel …

Kurz vor Beendigung seines technischen Lehrgangs lädt Rossner Karl zu einer Münchner Schlachtschüssel in den Gasthof Weinbauer ein.
“Ich möchte mich wenigstens ein bisschen revanchieren für deine Gastfreundschaft, und die interessanten Exkursionen durch die Kneipen und politische Happenings”, sagt Rossner zu Karl.
“Das wäre doch nicht notwendig gewesen”, entgegnet dieser.
“Papperiapapp, du bist heute mein Gast”, erklärt Rossner kategorisch. “Übrigens, die Jungs gestern Abend waren ja zum Schluss ganz schön voll.”
“Ja, die haben gesoffen, bis ihre Haarwurzeln im blanken Alkohol lagen”, bestätigt Karl lachend.
In dem Moment kommt eine fesche, blonde Bedienung im Dirndl und stellt ein dampfendes, gußeisernes Bratreindl auf den Tisch. Rossner mustert interessiert den Inhalt. Auf der Unterlage aus hellem Sauerkraut und einer halbierten, mit Nelken gespickten Zwiebel, ruht in fingerdicke Scheiben geschnittenes Schweinernes, Wammerl und Schweinszüngerl. Hellbraune Leberwürste und schwarzbraune, pralle Blutwürste vervollständigen das Gericht. Garniert ist dieser Augenschmaus mit schwarzen Wacholderbeeren und braungrünen Lorbeerblättern.
“Phantastisch!” entfährt es Karl, während sein Blick wohlwollend auf den kulinarischen Köstlichkeiten ruht.
“Nichts wie ran, bevor es kalt wird”, schlägt Rossner vor, Messer und Gabel ergreifend.

Soweit der Manuskriptauszug … Heute wie damals gibt es deftige bayerische Küche und so einige Schmankerln, von den Schwaben und Österreichern abgeguckt. Seit 1.Mai 2010 hat Franz Schmuck den berühmten Gasthof Weinbauer übernommen.

Gasthof Weinbauer
Fendtstraße 5
80802 München

www.weinbauer-muenchen.de

Impressionen aus dem Jahr 1969 von Peter M. Roese

Peter M. RoesePeter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”
Impressionen aus dem Jahr 1969 … ein Besuch im Restaurant Jagdhof in Schlingen …

In einer Anwandlung von Großmut lädt Rossner seine Verlobte und die zukünftige Schwiegermutter zum Abendessen ein. Er hält auch noch eine Überraschung bereit …

“Ich möchte euch bitten der Gerdi und Ihrer Mutter nichts von dem Porsche zu sagen”, bittet Rossner seine Freunde und Kollegen Hans und Norbert. “Das soll eine Überraschung werden. Ich habe die beiden Damen für den kommenden Samstag in das Restaurant Jagdhof in Schlingen eingeladen. Da möchte ich sie natürlich mit dem Porsche hinfahren.”
Restaurant Jagdhof in Schlingen“So, so, den großen Maxe spielen und Eindruck schinden, bei der zukünftigen Schwiegermutter”, meint Hans, mit einem schäbigen Grinsen im Gesicht.
“Laß ihm doch seinen Spaß”, wirft Norbert ein. “Der Jagdhof ist doch das tolle Restaurant an der B 16, das im Januar eröffnet wurde.”
An besagtem Tag zieht Rossner dann die große Show ab: Er fährt mit dem blitzblank gewienerten roten Porsche 356 nach Bad Wörishofen, und holt die Schwiegermutter in spe und seine Verlobte ab. Die Überraschung ist vollkommen!
“Einen Porsche haben wir!” ruft Gerdi verzückt aus, während sie Rossner um den Hals fällt.
Ihre Mutter steht staunend vor dem prächtigen Gefährt.
Der hell erleuchtete Jagdhof scheint ein Magnet erster Klasse zu sein, das erkennt man schon an den zahlreichen Fahrzeugen die davor parken.
“Der Porsche paßt doch glatt zu diesem Ambiente”, stellt Rossner stolz fest, als er und seine Begleiterinnen das geschmackvoll eingerichtete Restaurant betreten. Die Speisekarte ist beeindruckend.
“Also, ich schlage Froschschenkel vor”, erklärt Rossner hinterhältig grinsend, wohl wissend, wie die Reaktion sein wird.
Die ist auch entsprechend: Gerdi verzieht das Gesicht, ihre Mutter wird bleich. Aber schließlich entscheidet sich Gerdi für Rehragout und ihre Mutter für Wildschweinbraten. Rossner widmet sich der Spezialplatte Jagdhof. Die ist sehenswert: Filets von Rind, Kalb und Schwein, Gemüse, Pilze, hausgemachte Spätzle mit Cognac-Pfeffer-Rahmsoße.
“Das war doch ein göttliches Mahl”, stößt Rossner theatralisch hervor, als er fertig ist. Damit spricht er auch seinen Begleiterinnen aus dem Herzen.

Ja, so war das seinerzeit im Restaurant Jagdhof in Schlingen. Auch heute verwöhnt die Familie Steinhauser den Gast mit exquisiten Gerichten aus der Region, inklusive Wild und Fisch. Auch vegetarische Kost wird geboten. Hinzu kommen deftige Brotzeiten. Ach ja, der hausgemachte Kuchen sollte nicht unerwänht bleiben.

Restaurant Jagdhof
Allgäuer Str. 1
86825 Bad Wörishofen / Schlingen

http://www.jagdhof-schlingen.de

Impressionen aus dem Jahr 1967 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Impressionen aus dem Jahr 1967 … Fahrstunden bei der Bundeswehr … Gasthof Weißes Röss’l in Leinau …

Hier eine Szene aus dem Jahr 1967, als der Protagonist Rossner zusammen mit einigen Kameraden vom Fliegerhorst Kaufbeuren Fahrstunden absolviert …

Gasthaus Weißes Röss'l Leinau

Weißes Röss'l

Sie kommen am Freitagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein auf der B 16 von einer Fahrschulfahrt aus Memmingen, Mindelheim und Bad Wörishofen zurück.
“Männer”, sagt der Fahrlehrer Feldwebel Meisner als sie durch Pforzen fahren, “wir machen diesmal unsere Pause im Weißen Röss’l in Leinau. Uffz Schaller fährt uns anschließend hoch zum Fliegerhorst. Er muß diesmal in den sauren Apfel beißen und darf keinen Alkohol trinken. In den Gasthof kommen übrigens immer mal Leute aus München, die in der Wertach angeln. Die stolzen Petrijünger lassen dann ihre Beute von der Wirtin des Weißen Röss’l braten. Auch Gablonzer kommen gerne her.”
Sie erreichen die Kreuzung die rechts nach Irsee und links nach Leinau und Neugablonz führt. Rossner, der gerade am Steeuer sitzt, biegt nach Leinau ab und fährt über die Wertachbrücke. Nach wenigen Minuten sind sie am Ziel angelangt. Rossner läßt den Munga ausrollen. Die Soldaten steigen aus und lassen sich in dem kleinen Biergarten an einem der Holztische nieder.
Am Nachbartisch sitzen vier gestandene Mannsbilder, der fünfte ist ein Krischperl, wie man im Allgäu und anderen Gegenden Süddeutschlands so schön sagt, eben ein Mann von kleiner, schmächtiger Statur. Es scheinen Einheimische zu sein, Leinauer Bauern, die in ein Kartenspiel vertieft sind. Das Krischperl stänkert die ganze Zeit herum. Rossner vernimmt schmunzelnd was sich da am Nachbartisch tut.
“Du wenn jetzt it bald schtill bisch, verhau i di”, warnt einer der Mitspieler den Störenfried.
“Dann flack i na, und na kasch zala”, antwortet der Schmächtige vorwitzig.
Da steht der Mitspieler der ihn gewarnt hatte auf, hebt das Krischperl hoch in die Luft, schüttelt ihn kräftig, und setzt ihn wieder auf seinen Stuhl. Anschließend fordert er ihn auf: “So und jetzt kasch saga was des koschd!”
“Schüttla koschd nix”, versichert das Krischperl kleinlaut.
Danach kehrt Ruhe ein, und das Kartenspiel kann fortgesetzt werden. Die Soldaten machen sich über die bestellten Brotzeiten her.

Soweit ein Ausschnitt aus dem Manuskript. Die Inhaberin des Gasthofes Weißes Röss’l, Angelika Seidl, führt die Tradition des Hauses fort, mit guter, alter Hausmannskost wie verschiedene Braten, Schnitzel, Rouladen und Brotzeiten.

Gasthof Weißes Röss’l
Dorfstraße 25
87666 Leinau

www.weisses-roessl-leinau.de

Impressionen aus dem Jahr 1966 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M. Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”
Impressionen aus dem Jahr 1966 … Ausflug zum Lech … Restaurant Café Lechblick …

Der Protagonist Rossner und sein Kamerad Pflüger, beide am Fliegerhorst Kaufbeuren stationiert, lernen zwei flotte Bienen kennen, mit denen sie von Kaufbeuren aus einen Ausflug an den Lech unternehmen …

Es ist Samstagnachmittag, als Pflüger und Rossner bei strahlendem Sonnenschein im Käfer in die Stadt hinabrollen. Marlene und Konstanze warten schon vor der Ranch auf sie. Entzückend sehen sie aus, in ihren dünnen Sommerkleidchen, die sich in der linden Luft an die wunderbaren Konturen der jungen Körper schmiegen. Zur Begrüßung bekommen die beiden jungen Männer züchtig Küßchen auf die Wangen. Sie gondeln hinten herum über die Dörfer Mauerstetten, Blonhofen, Gerbishofen, und wie sie alle heißen. Auf den hügeligen Weiden tummeln sich Kühe und hier und da ein Pferd. Durch die geöffneten Fenster streicht eine angenehme Luft. Sie erreichen Asch und fahren die B 17 hinunter, bis sie auf das Restaurant Café Lechblick stoßen.
Cafe LechblickPflüger läßt den Käfer auf dem Parkplatz ausrollen. Sie betreten die gutbesuchte Terrasse. Bevor sie sich niederlassen, bleiben sie erst einmal überrascht stehen. Den Betrachtern bietet sich ein sagenhafter Blick auf den von Wäldern gesäumten Lech, der hier nach der Staustufe 11 eine Breite Schleife bildet.
“Da kann man sich gar nicht satt sehen”, entfährt er Rossner nach einer Weile.
Sie bestellen jeder einen Eisbecher und löffeln ihn schweigend aus, während sie hinunter auf den Fluß blicken. Rossner ist jedoch auf einmal von anderen Naturschönheiten hingerissen: den im tiefen Ausschnitt von Marlenes Kleid gebetteten, großkalibrigen Kugeln, die er verstohlen mustert. Ob ich die jemals in ihrem ganzen Umfang zu sehen bekomme? fragt er sich.
“Du machst so ein verklärtes Gesicht”, holt ihn Pflügers Stimme in die Wirklichkeit zurück. “Was ist?”
“Ach, nichts, ich genieße nur die Naturschönheiten.”
Auf der Rückfahrt geht es wieder durch duftende Wiesen über Ostendorf. Es ist Spätnachmittag geworden, die Schatten werden länger, das Sonnenlicht weicher. Während der Fahrt tuscheln die Mädels auf den Rücksitzen angeregt miteinander.
“Halt!” ruft Konstanze plötzlich unvermittelt, als sie gerade Dösingen passieren. “Wir könnten dort drüben in dem Wäldchen doch einen romantischen Spaziergang in der Abenddämmerung machen.”
“Tolle Idee”, pflichtet ihr die Freundin bei. “Habt ihr Jungs eine Decke im Auto, falls wir uns hinsetzen wollen?”

Halt! Mehr wird nicht verraten …. Das Eis schmeckt heute noch so gut wie damals, im Restaurant Café Lechblick, bei der Familie Mauch. Hinzu kommen hausgemachte Torten und Kuchen. Auf jene die es deftig mögen warten ausgezeichnete Schwäbisch-Bayerische Spezialitäten.

Restaurant Café Lechblick
Lechblick 1
86920 Denklingen

www.restaurant-cafe-lechblick.de

Kinderstadtführers – Kaufbeurer Stadtgeschichten

Umschlag WiedemannHilfe! Herr Wiedemann! Ich bin versteinert worden …

Dieser Hilferuf stammt von „Frau Maierhof“, die in den „Kaufbeurer Stadtgeschichten“ gerade über den alten Friedhof um die St. Martinskirche spaziert.

Ja, Frau Maierhof! Nicht dem Schloarger in die Augen blicken. Warten Sie, ich komme kurz rüber!

„Herr Wiedemann“ eilt zu Hilfe! Die beiden Hauptpersonen des neuen Kinderstadtführers laden ein, die Geschichte der Stadt kennen zu lernen. Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven, zusätzlich reich illustriert, präsentieren auf 68 Seiten den jungen Kaufbeurern wie auch den Erwachsenen eine spannende Stadtgeschichte zum Anfassen. Ein eingehefteter Stadtplan sorgt dafür, dass man die jeweiligen Routen von „Herrn Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ problemlos nachvollziehen kann.

Thomas Garmatsch, kreativer Kopf und Leiter der Kaufbeurer Kulturwerkstatt, initiierte, illustrierte und textete. Gemeinsam mit Ralf Einfeldt (Layout) und dem Fotografen Christoph Jorda erschuf er ein kindgerechtes Kaleidoskop zur Geschichte seiner Stadt, das nun im Bauer-Verlag Thalhofen erschienen ist.

Als illustrierte Stadtführer beschreiten „Herr Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ ihren Weg durch Kaufbeuren. Bekannt wurden „Elsa Maierhof“ und „Johann A. Wiedemann“ als Geschäftsführer des Kaufbeurer Geschichtenladens der Kulturwerkstatt, wo sie sich unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stefan Bosse Kaufbeurer Stadtgeschichten erzählen.

Lesen kann man das Buch von zwei Seiten: Falls Sie, lieber Entdecker, sich nun dazu entschließen, zunächst Frau Maierhof mit ihren Märchen und Sagen auf ihrem Stadtrundgang zu begleiten, kann ich Ihnen nur eines raten: Hüten Sie sich vor Elsas manchmal nur allzu blühenden Fantasie! Gruselige Geister- und Spukgestalten, wollsockenstrickende Wächter der Stadttore, ein nach Pfannkuchen duftender Fünfknopfturm – die sagenhafte Seite Kaufbeurens ist sicher eine Reise wert. Andererseits – und das im wahrsten Sinne des Wortes! – wenn Sie unsere STADTGESCHICHTEN umgedreht lesen, sind sie mit dem historisch sehr bewanderten und scheinbar allwissenden Johann A. Wiedemann auf der sicheren Seite, denn: Richtig ist wichtig! Und wichtig ist richtig!

Umschlag MaierhofDa habe ich aber Glück gehabt, dass Sie gerade vorbeigekommen sind … Aber! Herr Wiedemann! – Kein Wort mehr über den Schloarger! Der gehört auf meine Seiten – aber trotzdem: Herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Ich dachte, Sie kennen sich nur bei geschichtlichen Dingen aus… Sie sind ja richtig mutig!
Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Kaufbeuren erhält jede Schule und jeder Kindergarten in Kaufbeuren Freiexemplare. Für die Lehrkräfte bedeutet dies, den Kindern ihre Stadt fantasievoll, sagenhaft und doch historisch korrekt zeigen zu können.
Neugierig geworden? Erhältlich ist der Kinder-Stadtführer ab sofort für 7 Euro in der Kulturwerkstatt sowie in den Kaufbeurer Buchhandlungen und direkt beim Bauer-Verlag Thalhofen.

BAUER-VERLAG GmbH
Gennachstraße 1
87677 Thalhofen

Impressionen aus dem Jahr 1966 von Peter M. Roese

Peter M. Roese Peter M.Roese und sein Manuskript “Allgäu Sixties”

Impressionen aus dem Jahr 1966 … Pilze sammeln bei Apfeltrang … Landgasthof Hubertus

Der Protagonist Rossner, stationiert am Fliegerhorst Kaufbeuren, geht mit Kameraden einer lohnenden Freizeitbeschäftigung nach …

“Du kennst dich doch mit Pilzen und so Zeug aus”, sagt Hübner zu Rossner.
“Ja, warum?”
“Ich habe von einem Einheimischen einen Geheimtipp bekommen. Da hinten bei Apfeltrang geht es rechts ab nach Wenglingen. Im sogenannten Salvawald und im Wenglinger Wald soll es massenhaft Pilze geben. Das Wetter ist ideal, feucht und noch verhältnismäßig warm für die Jahreszeit. Ich weiß das noch von meinem Großvater.” Hübner verdreht verzückt die Augen und ein verklärtes Lächeln tritt auf sein Gesicht. “Was hat Opa immer köstliche Pilzmahlzeiten in der Pfanne gebrutzelt.”
“Der Pflüger macht da bestimmt mit”, vermutet Rossner, “denn ohne fahrbaren Untersatz ist das ganz schön weit zu den Schwammerljagdgründen.”
Selbstverständlich ist Pflüger dabei. Durch die Hauptwache geht es hinunter nach Apfeltrang. Am Gasthof Hubertus biegen sie rechts ab.
“Übrigens, im Hubertus haben sie jetzt auch eine Kegelbahn”, informiert Rossner die Mitfahrer. “Außerdem, wer Wildbret mag ist hier ebenfalls richtig, denn der Wirt geht selbst auf die Jagd.”
Nun tuckert der Käfer den Hügel hinauf, Richtung Wenglingen. Üppige grüne Viehweiden werden gefolgt von dichten Wäldern, links und rechts der Straße. Der nasse Asphalt glänzt in der Sonne.
“Guckt euch diesen Pomadenhengst auf der Babybrumme hinter uns an”, ruft Pflüger, während er in den Rückspiegel schaut. “Der Motorroller ist garantiert frisiert – und wie!”
“Hier muß es sein”, vermutet Rossner.
Pflüger hält den Wagen am Straßenrand an. Der Motorroller knattert an ihnen vorbei, eine nach verbranntem Öl und sonstiger Chemie duftende, bläuliche Qualmwolke hinterlassend. Praktischerweise hat Pflüger zwei Einkaufsnetze im Wagen liegen.
“Auf zur Schwammerlpirsch!” ruft Rossner ausgelassen. “Es hat allerdings keinen Wert wenn wir hier breitflächig ausschwärmen, denn ihr kennt euch mit Pilzen nicht aus und würdet unnötige Mengen unbrauchbarer Arten ausreißen.”
Die Knobelbecher und die Amistiefel sind im feuchten Wald genau das richtige Schuhwerk. In nicht einmal eineinhalb Stunden haben die eifrigen Pilzsammler beide Einkaufsnetze gefüllt. Steinpilze, Maronenröhrlinge, Sandröhrlinge und Butterpilze liegen einträchtig nebeneinander, zwischendrin spitzen sogar einige gelbe Pfifferlinge hervor.
“Leute, Leute, das gibt ein köstliches Mahl”, jubelt Rossner, während sie die Pilze gleich an Ort und Stelle putzen. “Da kommen Öl und Zwiebeln in die Pfanne, und dann die Pilze, gewürzt wird mit Pfeffer und Salz, da wird das Pilzaroma nicht verfälscht.”
“Nach diesem erfolgreichen Jagdzug haben wir uns ein kühles Bier verdient, oder?” fragt Hübner. “Der Biergarten vom Hubertus ist ja noch offen.”
Da stimmen seine beiden Begleiter zu. Sie lassen sich nieder und bestellen drei Gläser Bier. Rossner sieht sich um. Neben ihnen sitzt ein Ehepaar mittleren Alters mit zwei halbwüchsigen Gören, die kichernd und tuschelnd zu den jungen Männern blicken. Gerade bringt die Bedienung das Essen, einen gefüllten großen Teller und vier leere kleinere, samt Bestecken. Drei saftige Hirschrückenmedaillons mit hellbrauner Nußkruste gekrönt, gruppieren sich um grünen Rahmwirsing. Das Ensemble ist garniert mit längsgeschnittenen, glasierten Karotten. Aus der hellbraunen Soße spitzen vorwitzig rote Preiselbeeren. Auf dem Tellerrand steht in grünen Schriftzügen ‘Landgasthof Hubertus’.
“Wenn wir unseren nächsten Wehrsold bekommen”, sagt Pflüger mit unterdrückter Stimme, den verführerischen Bratenduft schnuppernd, “dann investiere ich einiges für so einen Hirschrücken.”
“Gute Idee”, stimmen ihm Hübner und Rossner ihm wie aus einem Mund zu.
Als sie zum Fliegerhorst zurückgekehrt sind bereitet Rossner die Pilze zu. Es wird wahrhaftig eine köstliche Schlemmerei …

Soweit der Ausschnitt aus dem Manuskript. Damals wie heute gehört Wildbret zu den Spezialitäten des Hauses, das nach wie vor von der Familie Petrich geführt wird. In der Küche herrscht Thomas Petrich.

Landgasthof Hubertus
Wenglinger Str. 2
87674 Apfeltrang

www.hubertus-apfeltrang.de