Oneida Joe und die tödlichen Schatten Teil 5

Die Story von dem Indianer im Allgäu (historisches Manuskript, 1. Viertel 19. Jahrhundert), V. Teil

Peter M. RoeseNoch einmal ganz kurz: Nach seinen erfolgreichen Thrillern “Nigeria Connection” und “AFN Tehran” (www.rhombos.de Nigeria Connection / AFN Tehran), die, wie gesagt, auch einiges über Kaufbeuren, Oberbeuren, Neugablonz, den Bärensee, den Kuhstallweiher etc. enthalten, konzentriert sich der Autor nun auf das Manuskript für einen historischen Roman.

Knüpfen wir an die im vorangegangenen IV. Teil stattfindenden Ereignisse im “Schwanen” an. Oneida Joe soll endlich einen Bericht über sein Volk im fernen Amerika ablegen. Bevor er jedoch damit anfängt wollen er und Max erst einmal ihren Hunger stillen …

Als ob die Wirtin auf dieses Stichwort gewartet hätte stellt sie den beiden je einen Teller mit Schupfnudeln hin. Die knusprig angebratenen länglichen Schupfnudeln liegen oben auf dem mit gebrannten Zwiebeln übergossenen Kraut, aus dem Speckstückchen ragen. So lecker wie es aussieht und duftet schmeckt es auch.
“Ich erzähle nur etwas von mir und meinen Leuten, wenn wir dabei Sechsundsechzig oder Kreuzgeigele spielen”, verkündet Joe, nachdem er die Mahlzeit beendet hat. Noch während er das sagt holt er ein Kartenspiel heraus.
Die Ankündigung verursacht ein großes Hallo, alle sind einverstanden und es geht hoch her, vor allem nachdem Joe wieder seine überragende Meisterschaft beim Kartenspielen zeigt, und großzügig das gewonnene Bier an die Anwesenden verteilt. Auch Max zeigt sich spendabel und läßt etwas springen, denn die Bauern hier sehen wahrhaftig nicht so aus, als ob sie mit Reichtum gesegnet wären. Es wird jedenfalls ein lustiger Abend. Ziemlich angesäuselt begeben sich Joe und Max zu Bett, wobei sie sich zur Belustigung des Wirtes gegeseitig die Stiege hinaufhelfen.
Anderntags nach dem Frühstück können sie während des Rittes nach Kaufbeuren die Köpfe auslüften.
“Ich habe einiges herausgefunden”, empfängt sie Gaibler mit zufriedener Miene. Er liest von einem Zettel ab: “Also, die Sophie war tatsächlich nicht in Amerika. Vielmehr stammen die Informationen von Fritz, dem Sohn von Sophies Schwiegertochter Elsy L’ Espinasse-La Roche. Der Fritz ist in Amerika herumgereist.” Dann hält er einen langen Vortrag über die Werke der Dichterin.
Die Köpfe vollgestopft mit Informationen kehren die beiden Freunde nach Frankenried zurück. Diesmal gibt es kein Kartenspiel und sonstige Kurzweil. Nachdem sie ein paar Krautkrapfen verdrückt haben gehen sie früh zu Bett. Noch vor Morgengrauen begleichen sie die Rechnung. Anschließend verabschieden sie sich vom Schwanenwirt und reiten in der Dämmerung davon.

Soweit die Geschichte vom Aufenhalt der beiden Protagonisten in Frankenried und Kaufbeuren … Fotos von Kaufbeuren siehe Rainy Roese

(Fortsetzung folgt, d.h. falls die Resonanz der Leser entsprechend ausfällt …)

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