Immenstadt

Die Daten von Immenstadt:
Bundesland: Bayern
Höhe: 728–1749m ü. NN
Fläche: 81,41km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Postleitzahl: 87509
Vorwahl: 08323
Kfz-Kennzeichen: OA
Internetseite: www.immenstadt.de

Der Erholungsort Immenstadt ist von steil aufragenden Berghängen umgeben. In der Nähe liegt der bei Wassersportlern so beliebte Alpsee, übrigens der zweitgrößte See im Allgäu. Trotz des kalten Bergwassers herrscht hier im Sommer meist Hochbetrieb. Der Salz- und Leinwandhandel nach Italien und Frankreich haben Immenstadt reich gemacht.Von 1332-1565 hatten die Grafen von Montfort das Sagen, anschließend machten die Grafen von Königsegg Immenstadt zum Sitz der Grafsachaft Rotenfels. 1804 ging der Ort an Österreich, ein Jahr später kam er zu Bayern. Das Stadtbild hat sich trotz mehrerer Brände weitgehend erhalten. Um den Marienplatz gruppieren sich das Schloß, von 1602 bis 1610 erbaut (Südflügel 17./18. Jahrh.), das Rathaus von 1649 und die Mariensäule von 1773. Im Ortsteil Bühl stehen die sehenswerten Wallfahrtskirchen St. Loretto und St. Stephan an einem Hang. Letztere besitzt eine Unterkirche in der sich eine Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem befindet. In St. Loretto sind Nachbildungen der Fresken von Loreto in Italien zu finden. Von den in der Nähe Immenstadts liegenden Burgen Hugofels und Rothenfels sind nur noch Ruinen übriggeblieben. Zu ihnen und Laubenbergerstein, Rauhlaubenberg, Werdenstein und den Burstall Altwörthenstein führt der ‘Immenstädter Burgenwanderweg’.

Betriebsausflug

Eine AOK. Beamte. Eine heile Welt. Gibt es das? Eine heile Welt?

Stichtag 80er Jahre. Der Wechsel der Generationen findet ihren Übergang. Auf der einen Seite die alten Schergen aus dem 3. Reich, die als Überlebende des Krieges ihr neues “Reich” aufgebaut haben. Ein Reich, das ihnen Wohlstand und Überfluss bescherte. Immer in der Hoffnung, das die alten glorifizierten Zeiten wieder auferstehen. Doch nichts wurde daraus. Die Rente naht, die Lenkung muss weiter gegeben werden an die neue Generation, ein neues verändertes, nach Freiheit strebendes Denken.

Das letzte Aufbäumen. Eine Führungsgeneration übt letzten Druck aus. Versucht die Privilegien zu erhalten und zu verteidigen. Es bröselt.

Der “Betriebsausflug” bringt die Wende. Der große Betrug als Synonym für Mord und Totschlag. Es kommt darauf an, auf welcher Seite man steht. Nur dann passen die Argumente. Tote wehren sich nicht mehr. Werden missbraucht.

Auch in diesem Krimi steht die psychologische Betrachtung wieder im Vordergrund. Gibt Rückblicke in das 3.Reich, die Handlungs- und Denkweise der Rückkehrer, die wieder Fuss fassten in allen Lebensbereichen, insbesondere im öffentlichen Dienst.

Selbst der Mörder gibt am Ende Einblick in seine Vergangenheit und sein Werden als Synonym für die Frage : “Kann sich Geschichte wiederholen?” Gibt es eine Gerechtigkeit und Rechtfertigung beim Töten? Für was lohnt es sich zu töten? Wie sieht töten aus?

Eine Kellertreppe und der Blick ins Düstere nach unten zeigen die tiefe psychologische Verwurzelung, die uns zum Nachdenken anregen soll. Was kann ich tun? Was will ich tun? Was müssen wir tun?

Einzelne, mörderische Dinge der Vergangenheit mit denen der Gegenwart zeigen auf. Ich muss etwas tun. Zumindest in meinem Kopf muss sich etwas festigen.

Ruhig beginnt der Roman in der heilen Arbeitswelt, die dies allerdings nicht ist. Unter der Decke schwelt es. Am Tage des Betriebsausflugs passiert es dann.

Die Mauern der Fassade beginnen Risse zu bekommen und drohen mit dem Einsturz. Ein Erdbeben.

Das Ende der heilen Welt naht. Für alle Beteiligten.

Ein spannender Krimi, der mehr und mehr zu fesseln beginnt.

Rhombos Verlag, 11,90 Euro 420 Seiten

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Die Rattenfänger von Neuwied – Kriminalroman

Das Buch handelt von einem Verbrechen, das uns alle immer wieder zu tiefst berührt.

-Kindesmissbrauch und Kindesmord-

Leider verebbt unser Mitgefühl mit dem Ende der Schlagzeile, dem Interesse der Medien.

Doch in diesem Krimi geht es weiter. Es beginnt genau da, wo die Seele ihren tiefsten Riss aufzeigt und führt in psychologisch brillianter Weise langsam an einem roten Faden entlang, der uns, je weiter wir uns bewegen, ahnen lässt, dass etwas passieren muss und auch passieren wird.

Der Krimi streift die Täter. Die, welche inhaftiert ihr Leben genießen dürfen, mit denen, die schon als Täter wieder auf freiem Fuss wandeln und rückfällig wurden. Und ganz speziell mit dem, der seine Neigungen langsam anfängt auszuleben.

Auf der Gegenseite eine Familie, die an der Tat zu zerbrechen droht.

Und zwischen all denen die Polizei. Die anscheinend im Nebel stochernd immer zu spät zu kommen scheint. Behaftet mir ihren persönlichen Problemen auf der Suche nach Gerechtigkeit, die zur Sysiphusarbeit zu werden scheint.

Der Gedanke der Rache steht im Vordergrund. Persönliche Rache und die Frage nach der Todesstrafe, die man gerne allzu leichtfertig schon mal in den Mund nimmt.

Der Held der Geschichte lässt uns ein psychisch manipuliertes, gewolltes Hochgefühl erleben.

Bis zu dem Punkt, an dem er selbst zum Ungeheuer wird.

Eine spannend erzählte Geschichte. Gut recherchiert im Neuwieder Umfeld, pasend für die ganze Welt- mit der Verabeitung tragischer Momente aus dem wahren Leben. Eine Geschichte zum Lesen und besonders zum Nachdenken. Abgeleitet von einem Zitat, das uns Nietzsche hinterlassen hat.

Rhombos Verlag. 9,90 Euro 384 Seiten

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Bad Grönenbach

Die Daten von Schwangau:
Bundesland: Bayern
Höhe: 718m ü. NN
Fläche: 42,03km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Postleitzahl: 87730
Vorwahl: 08334
Kfz-Kennzeichen: MN
Internetseite: www.bad-groenenbach.de
Wappen Bad Grönenbach
Wappen Bad Grönenbach.
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Originaldatei: http://de.wikipedia.org

Bad Grönenbach ist seit 1996 da jüngste Kneippheilbad in Deutschland. Kein Wunder, denn kein geringerer als Sebastian Kneipp verdiente sich hier in jungen Jahren (1842-1843) als Knecht etwas dazu, um den Abendunterricht beim Kaplan finanzieren zu können. Der Ort am ‘grünen Bach‘ gehörte zum Fürststift Kempten. Die Herren von Rothenstein errichteten um 1280 die Burg. 1482 wurden die Herren von Pappenheim Burgbesitzer. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 beschädigt, aber wieder instandgesetzt. Die Fugger von Kirchberg-Weißendorn erbten 1612 die Burg und bauten sie zu einem Schloß aus. Ab 1803, nach der Annektion durch den Bayerischen Staat, war ein Landgericht dort untergebracht, anschließend diente das Gebäude als Sonderschulheim und Heim für geistig behinderte Erwachsene, bis die Marktgemeinde das Schloß 1996 schließlich erwarb. Bereits 1136 wurde die dreischiffige romanische Basilika St. Philipp und Jakob geweiht. Man baute sie später zu einer spätgotischen Hallenkirche um und barockisierte sie im 17. Jahrh. Im 19.. Jahrh. versuchte man sich im neugotischen Stil, um sie schließlich 1967-1968 wieder in eine Hallenkirche umzuwandeln. Zur Kirche gehören übrigens bemerkenswerte Grabdenkmäler aus dem 15-18. Jahrh. Außer der schönen Landschaft gibt es moderne Kureinrichtungen.

Sonthofen Teil 2

Der Luftkurort Sonthofen, zu Füßen des Grünten (”Wächter des Allgäus”) gelegen, kann sich rühmen die südlichste Stadt Deutschlands zu sein. Sie ist Verwaltungssitz des Landkreises Oberallgäu. Im 8. Jahrhundert gab es bereits eine Ansiedlung, die von St. Gallen aus im Zuge der Christianisierung des Voralpenlandes gegründet wurde. Wohl wegen seiner zentralen Lage mußte der Ort so manchen Besitzer und manche Besatzung ertragen. Die Kreisstadt besitzt nur einen verhältnismäßig kleinen historischen Kern. Die ursprünglich gotische Stadtpfarrkirche St. Michael (15. Jahrh.), zwischen 1738 und 1742 erweitert und barockisiert, verfügt über einen äußerst prachtvollen Hochaltar. Die barocke Pfarrirche St. Ulrich steht im Ortsteil Burgberg. Das bemerkenswerte Deckengemälde zeigt übrigens die Schlacht auf dem Lechfeld, wo König Otto I. am 10. August 955 die Ungarn vernichtend schlug. Die Nazis errichteten 1935 eine ihrer Ordensburgen in Sonthofen, wo Führungskader des 3. Reiches ausgebildet wurden. Diese “braune Präsenz” brachte für die Stadt nichts Gutes, denn sie erlitt im 2. Weltkrieg schwere Schäden. Heute befindet sich in der Ordensburg die “Generaloberst-Beck-Kaserne” der Bundeswehr. Sehenswert ist das Heimatmuseum, das in einem typischen allgäuer Bauerhaus untergebracht ist. Die Sammlungen enthalten auch eine Ausstellung über die Gebirgsjäger. Weitere Attraktionen sind die wildromantische Starzachklamm im Ortsteil Winkel, und die nordöstlich gelegene Burgruine Fluhenstein aus dem Jahre 1362. Alle drei jahre findet in Sonthofen am Sonntag nach Fasching das Eggaspiel statt. Die Teilnehmer tragen Holzmasken und sogar eine Hexe treibt ihr Unwesen.

Frühlingsimpressionen April 2009 von Karin Hartig

Brandneue Fotos aus dem Allgäu von Karin Hartig.

Schwangau

Die Daten von Schwangau:
Bundesland: Bayern
Höhe: 796m ü. NN
Fläche: 76,06km²
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Postleitzahl: 87643–87645
Vorwahl: 08362
Kfz-Kennzeichen: OAL
Internetseite: www.schwangau.de
Wappen Schwangau

Wappen Schwangau aus dem Medienarchiv Wikimedia Commons

In dem Ortsteil Hohenschwangau, des heilklimatischen Kurortes Schwangau, stehen die weltberühmten Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Neuschwanstein ist vielen Japanern und Chinesen wohlbekannt. Ich habe vor einigen Jahren 20 000 Kilometer von Hohenschwangau entfernt je ein Poster von Neuschwanstein und König Ludwig II. nebeneinander an einer Wand hängen sehen. Das war in der Südsee, im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Nukualofa, der schnuckeligen Hauptstadt des Königreiches Tonga. Wo sich heute das Schloß Neuschwanstein befindet, stand einst die zweiteilige Burg Schwangau, auch Vorder- und Hinterhohenschwangau genannt. Die beiden Teile der Burg waren durch eine Felskluft voneinander getrennt. Erstmalig erwähnt wurde sie 1090/97. Diese Burg der Herren von Schwangau verfiel bereits im 17. Jahrh.. Zwischen 1869 und 1886 ließ König Ludwig II. anstelle der alten Burg das Schloß Neuschwanstein im neuromanischen Stil erbauen. Vorbild war übrigens die Wartburg. Das in historisierendem Stil errichtete Schloß Hohenschwangau geht auf den Schwanenturm, auch Burg Schwanstein genannt, zurück. 1363 wird das Bauwerk der Herren von Schwangau erstmalig erwähnt. Später war die Burg dann bayerische Grenzfeste gegen Tirol, die während der Napolionischen Kriege zerstört wurde. Kronprinz Maximilian von Bayern ließ das Schloß zwischen 1832 und 1837 errichten. Dabei wurden auch Teile der ursprünglichen Burgruine Schwanstein mit einbezogen. Etwa dreihundert Meter entfernt, westlich von Hohenschwangau auf einem Hügel, stand die Burg Frauenstein. Auch sie gehörte den Herren von Schwanstein. Von ihr ist nichts mehr zu sehen, lediglich ein Gedenkstein erinnert an ihre einstige Existenz. Auf der weiten Ebene vor den Königsschlössern steht die barocke Wallfahrtskirche St. Coloman. Am 2. Sonntag im Oktober findet dort alljährlich das spektakuläre Colomansfest statt. Der markante Tegelberg, auf dem römische Siedlungsreste liegen, ist ein Eldorado für Drachen- und Gleitschirmflieger. Wie bunte Schmetterlinge gleiten sie bei schönem Wetter lautlos um den Berg.

Autor: Peter M. Roese

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Kisslegg

Die Daten von Kisslegg:
Bundesland: Baden-Württemberg
Höhe: 661m ü. NN
Fläche: 92,4km²
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Postleitzahl: 88353
Vorwahl: 07563
Kfz-Kennzeichen: RV
Internetseite: www.kisslegg.de

Der Luftkurort Kisslegg oder Kißlegg hat, entgegen der Meinung von Spöttern, keine englischen Wurzeln (siehe “kiss” und “leg”). Vielmehr entstand der Ort im Jahre 824 aus einer Mönchssiedlung namens Ratboticella. Der Name Kiselegge kam 1227 auf. Das Marktrecht erhielt der Ort 1394. Über mehrere Besitzer kam Kisslegg an das Haus Waldburg-Zeil-Wurzach. Das Städtchen mit seinen beiden Ortsteilen Immenried und Waltershofen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße. Die Truchsesse von Waldburg errichteten zwei Schlösser. Das alte Schloß, ein spätmittelalterlicher Bau, enthält Wandmalereien von 1580. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Das barocke Neue Schloß wurde unter der Leitung von Johann Georg Fischer zwischen 1721 und 1727 errichtet. Das Schloß gehört heute der Gemeinde. Die Schloßkapelle wurde 1730 gebaut. Es schließt sich ein Park im englischen Landschaftsstil an. Der unermüdliche Johann Georg Fischer stattete auch die frühgotische St. Gallus- und Ulrichkirche, mit dem mächtigen Tonnengewölbe, mit barocken Elementen aus. Die üppigen Stuckarbeiten stammen von den Wessobrunner Künstlern Johann Schütz und Joseph Wagner. Für Freunde des Wassersports empfiehlt sich das Strandbad Obersee, und natürlich auch der Zeller See.