AFN Tehran
Peter M. Roese und sein Iran-Thriller “AFN Tehran” mit Kaufbeuren-/Neugablonz-Bezug
Zur Person von Peter M. Roese, der 1944 in Erlangen geboren wurde und in den 60er Jahren in Kaufbeuren und Jengen wohnte, steht bereits einiges im Blickpunkt Allgäu, anläßlich der Vorstellung seines Afrika-Thriller “Nigeria Connection” am 22.01.2009.
“AFN Tehran” ist sozusagen die Fortsetzung von “Nigeria Connection”, wobei jeder der Thriller eine in sich abgeschlossene Handlung hat. Ja, und das Allgäu spielt auch wieder eine Rolle, wie der folgende Ausschnitt zeigt:
Auf einmal erinnert er sich an jene herrlichen Wintertage in Kaufbeuren, im Allgäu. Da ist er im März mit Freunden bei klirrender Kälte und einem strahlend blauen Himmel zum Café Alpenblick in Neugablonz gewandert. Von dort oben hatte man bei klarem Wetter eine unglaubliche Aussicht auf die Alpen. Im Vordergrund stehen die Häuser und Kirchen der alten ehemaligen Reichsstadt Kaufbeuren, überragt vom markanten Fünfknopfturm. Oder, nehmen wir die Oberbeurer Hütte … Wie hieß sie doch noch, diese schnuckelige junge Dame, zu der er sich einen Moment hingezogen fühlte? War es ihre mütterliche Ausstrahlung? Entzückend, wie sie da auf der Bank saß, im Schnee, bei Sonnenschein und blauem Himmel im Hintergrund. Wie fröhlich und unbeschwert sie lachte und den gutmütigen Bernhardiner des Hüttenwirtes kraulte, der quer über ihrem Schoß lag. (”AFN Tehran” S. 96)
Auf dem Flug in den Iran bemerkt Marcel, dass er die Schergen aus Nigeria nicht abschütteln konnte. Dann die Ankunft in der Boomtown Teheran 1973: AFN Tehran, Lieblingssender der jungen iranischen Intelligenz, sendet das Lied Hoch auf dem gelben Wagen, gesungen vom bundesdeutschen Außenminister Walter Scheel. Marcel arbeitet auf der Internationalen Handelsmesse in Teheran für die lokale Vertretung einer deutschen Firma.
Für Freunde exotischer Geheimdienstthriller ist “AFN Tehran” ein Leckerbissen! Neben einer spannenden Handlung gibt es jede Menge Folklore, Kultur und atemberaubende Landschaften. So lernt der Leser ganz nebenbei ein faszinierendes Land und seine Bewohner kennen. Heutzutage sollte man sich schon ein wenig über den Iran informieren … oder? Übrigens, wilde Autojagden im Elbursgebirge und vor der Kulisse der Ruinen des antiken Persepolis gehören ebenso zur Handlung, wie die Suche entlang ‘Vater Rhein’ nach einem weißen BMW 2002ti, damals bereits Kultauto auch im fernen Teheran.
AFN TEHRAN 2007. 22,80 Euro, ISBN 978-3-938887-51-4. RHOMBOS-VERLAG, Berlin.
Vom gleichen Autor: Nigeria Connection “AFN Tehran” (www.rhombos.de Nigeria Connection)
Nigeria Connection
Peter M. Roese und sein Afrika-Thriller “Nigeria Connection” mit Allgäu-Bezug
Peter M. Roese wurde 1944 in Erlangen geboren und lebte einige Jahre in Kaufbeuren. Private und berufliche Reisen führten ihn buchstäblich rund um den Globus. Er arbeitete auch einige Jahre in Nigeria und im Iran. Ein gespitzter Bleistift war immer dabei … Ist es da verwunderlich, daß er nach seiner krankheitsbedingten Frühpensionierung zur Feder griff?
Die Schilderungen über Kaufbeuren fangen oben auf dem Fliegerhorst an …
… Die Besatzung bereitete sich auf den Start vor. Und dann waren da diese irgendwie außerirdisch anmutenden Sphärenklänge, das Knacken im Äther und unvermittelt die Stimme vomTower: “This is Kaufbeuren Air Base … this is Kaufbeuren Air Base …” Daraufhin antwortete der Pilot: “This is flight number … I request clearance for take-off…” Nun wurde es ernst, die Maschine bewegte sich im bleichen Licht des anbrechenbden Tages mit dröhnenden Motoren auf der vermeintlich endlos langen Rollbahn des Fliegerhorstes dahin, die bis zu den schemenhaften Bergen vor ihnen zu reichen schien. Rechts huschten flache Hügel vorbei, links die altenSplitterschutzbunker. Nach schier endlosen Minuten hob die Noratlas ab, und vor den hingerissenen Betrachtern lag dieses unglaublich beeindruckende Panorama der Alpen! (”Nigeria Connection” S. 36-37)
Lagos, Nigeria: Marcel ist ratlos, warum sind diese Geheimdiensttypen ausgerechnet hinter ihm her? Was hat es mit seinem obskuren Doppelgänger auf sich? Kurz nach Beendigung des Biafrakrieges, Anfang der 70er, spielt die Geschichte des jungen Mannes, den reine Abenteuerlust nach Afrika fuhrt, um dort zu arbeiten und nebenbei die Geheimnisse des Schwarzen Kontinents zu ergründen. Der „Gastarbeiter“ und sein schwarzer Freund, der Polizeioffizier Sule, geraten in einen Strudel politischer Verschwörungen und Mordanschläge, stoßen auf Geheimnisse, Intrigen, und das alles in einer schwül-sinnlichen Atmosphäre.
Liebhaberinnen und Liebhaber exotischer Geheimdienst-Thriller kommmen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Neben einer spannenden Handlung gibt es jede Menge afrikanische Folklore. Der Thriller spielt nicht nur Nigeria, sondern auch in Benin Republic (früher Dahomé), Kamerun und Kenia. Aber auch das Allgäu kommt nicht zu kurz, wie oben ersichtlich. Hinzu kommen noch nette Episoden in der Stadt Kaufbeuren, am Bärensee, Kuhstallweiher usw.
Vom gleichen Autor: Iran-Thriller “AFN Tehran” (www.rhombos.de AFN Tehran)